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Segeberg Asthmastudie in Borstel
Lokales Segeberg Asthmastudie in Borstel
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20:16 05.09.2013

Das Forschungszentrum Borstel beteiligt sich derzeit an einer internationalen klinischen Studie, um die Wirksamkeit und Sicherheit eines Prüfmedikaments an Asthmapatienten zu beurteilen. Dafür sucht das Team um Dr. Christian Hermann Teilnehmer zwischen 18 und 65 Jahren, bei denen sich die Asthmabeschwerden bei einer Erkältung verschlechtern.

Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Dabei reagieren die Bronchien überempfindlich auf bestimmte Reize. Diese Entzündung führt zu einer Anschwellung der Atemwege und einer Verkrampfung der Bronchien. Die Folge: Wiederkehrende Anfälle von Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit. In Deutschland sind davon schätzungsweise fünf Prozent der Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder betroffen, meldet die Klinik. Die genauen Ursachen sind bis heute unbekannt. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die diese Krankheit beeinflussen, dazu gehören unter anderem eine familiäre Vorbelastung, häufige Infektionen, Zigarettenrauch oder allergische Beschwerden.

Um die Therapie für Asthmapatienten weiter zu verbessern, soll im Rahmen einer klinischen Studie am Forschungszentrum die Wirksamkeit und Sicherheit eines neuen Prüfmedikaments untersucht werden. Dabei soll festgestellt werden, ob das Medikament asthmatische Beschwerden, die durch Viren ausgelöst werden, verhindern kann. Hierfür werden weitere Teilnehmer gesucht. Patienten könnten für die Studie geeignet sein, wenn sie zwischen 18 und 65 Jahren alt sich, bei ihnen vor mindestens sechs Monaten Asthma diagnostiziert wurde und sich ihre Symptome bei einer Erkältung verschlechtern. Außerdem müssen potenzielle Teilnehmer ein Körpergewicht von mindestens 40 und maximal 120 Kilogramm haben.

Die Studiendauer beträgt 16 Wochen. In dieser Zeit wird der Teilnehmer den Prüfarzt etwa 16 Mal für drei bis fünf Stunden besuchen.Geeigneten Studienteilnehmern entstehen für alle studienbedingten Besuche, medizinischen Untersuchungen und die Studienmedikation keine Kosten. Eine Aufwandsentschädigung für Zeit und Anreise wird zur Verfügung gestellt.

Klinische Studien sind Untersuchungen an Freiwilligen, die von Wissenschaftlern und Ärzten vorgenommen werden, um Wirkung und Stoffwechsel eines Prüfmedikaments im Körper zu verstehen. „Die Teilnehmern leisten einen wichtigen Beitrag zum Fortschritt der medizinischen Forschung. Selbst wenn diese klinische Studie nicht zur einer neuen Behandlungsmethode führt, kann das gewonnene Wissen in Zukunft für Wissenschaftler von Nutzen sein“, sagt Dr. Herzmann.

Weitere Informationen beim Forschungszentrum Borstel, Telefon: 0 45 37/188 80 80.

LN

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