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Segeberg Aus altem Sportlerheim wird Flüchtlingswohnung
Lokales Segeberg Aus altem Sportlerheim wird Flüchtlingswohnung
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11:50 10.02.2016
Präsentierte den Haushalt 2016: Wakendorfs Finanzausschussvorsitzende Ingrid Colberg.

Bei der Betreuung von Asylbewerbern suchten sich die Wakendorfer am Montag Rat in der Nachbarschaft: Bühnsdorfs Bürgermeisterin Marlies Pielburg, die selbst mit ihrem Mann eine neunköpfige Familie aus Syrien betreut, erzählte in der Einwohnerversammlung von ihren Erfahrungen und Anstrengungen.

So berichtete Marlies Pielburg, in deren Gemeinde derzeit 28 Flüchtlinge leben und von denen eine Frau ein Baby erwartet, von einem Deutschkursus, der ab Anfang März nachmittags in der Grundschule Neuengörs stattfinden soll. Der entscheidende Vorteil: Flüchtlinge mit kleinen Kindern können ihren Nachwuchs während der Unterrichtszeit im Kindergarten nebenan betreuen lassen. Noch wohnen keine Asylbewerber in Wakendorf I, aber das soll sich ab April ändern. Bis dahin nämlich baut Zimmermeister Jan Broers das alte Sportlerheim zu einer Wohnung um, das zu einem neuen Heim für eine geflüchtete Familie werden soll.

Sina Broers, seit Kurzem Bau-Ingenieurin, hatte dazu mehrere Entwürfe angefertigt. Die Gemeinde entschied sich für eine Variante, in der das Dorfgemeinschaftshaus und die neue Wohnung über separate Eingänge verfügen. Aus den Umkleidekabinen werden Schlafräume, die Duschen werden zu einem Badezimmer umgebaut. Außerdem soll in der Kabine der Heimmannschaft ein 17,5 Quadratmeter großer Aufenthaltsraum die Wohnung komplettieren. Die Kosten dafür betragen einschließlich energetischer Sanierung und neuer Elektroverkabelung 38 000 Euro.

Die Zeit, dass die Abwassergebühren in Wakendorf I viele Jahre unverändert geblieben sind, ist vorbei. Da die Gemeinde in naher Zukunft erheblich in das Kanalnetz investieren muss, wurde der Kubikmeterpreis für Abwasser rückwirkend ab 1. Januar von 1,45 Euro auf 2,45 Euro erhöht. Der Jahresabschluss für 2014 brachte einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2233,88 Euro hervor, der nun die Ergebnisrücklage mindert.

Einstimmig beschlossen wurde zudem der Haushalt 2016, in dem erneut ein Jahresfehlbetrag erwartet wird. „Dieser ist im laufenden Haushalt mit 25000 Euro veranschlagt“, sagte die Finanzausschuss-Vorsitzende Ingrid Colberg (KWG). Größte Posten im Ergebnishaushalt sind mit 117 000 Euro die Ausgaben für Schulkosten sowie die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten und in der Tagespflege. Für den Umbau des alten Sportlerheims zu einer Flüchtlingsunterkunft erhofft sich die Gemeinde eine 50-prozentige Förderung. Bürgermeister Kurt Böttger wies darauf hin, dass die Gelder, die die Gemeinde zur freien Verfügung hat, lediglich 15 000 Euro betragen. pd

LN

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