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Segeberg Aus dem Chaos entsteht ein neues Haus
Lokales Segeberg Aus dem Chaos entsteht ein neues Haus
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20:19 27.08.2016
Noch sieht es im ehemaligen Gastraum und Saal wüst aus. Das Haus Rönnau wird saniert – vom Dach bis zu Duschen und WCs. Quelle: Fotos: Kullack

Schon bei den aktuellen Verkehrsstaus und Sorgen um die freie Durchfahrt kann sich Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms zurzeit nicht über Langeweile beklagen: Er begleitet dazu noch den groß angelegten Umbau des Hauses Rönnau. Gut 700000 Euro lässt die Gemeinde sich diese umfangreichen Umbaumaßnahmen kosten.

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Groß angelegter Umbau des Gemeinschaftshauses Rönnau kostet um die 700 000 Euro – Nun bewirtschaftet Hiltraud Bonke.

Zuschüsse gibt es keine. „Die hätten wir nur bekommen, wenn wir abgerissen und komplett neu gebaut hätten. Aber das wäre noch viel teurer geworden“, sagt der Bürgermeister. Ausgangspunkt für die Sanierung des Gemeinschaftshauses, zu dem auch ein Kindergarten und die DRK-Kleiderkammer gehören, war das völlig marode Dach: „Die Asbestplatten kamen schon herunter“, sagt Herms. Stattdessen sollen Platten der Machart „Berliner Welle“ gedeckt und zugleich Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung verlegt werden.

Wer sich die Baustelle zurzeit ansieht, dem fällt sogleich auf, dass eine relativ große Fläche vor der Eingangstür frisch betoniert ist: In diesem Bereich sollen die Sportler-Duschen vergrößert werden. So müssen auch die Schiedsrichter künftig nicht mehr das Gebäude verlassen, wenn sie von ihrem Bereich zur Dusche wollen.

„Seit 40 Jahren ist hier baulich nichts passiert – und das ist allmählich zu merken“, sagt der Bürgermeister. So werden nicht nur alle Sanitärräume gründlich saniert, sondern Saal und Gaststätte werden neu gestaltet. Die alten Bretter kommen herunter – auch der Tresen wird abgerissen und neu in Eckform wieder errichtet. Die Küche wird künftig zum vergrößerten Gastraum hin offen sein, kann aber auch – je nach Veranstaltung – abgeschlossen werden. Der neue Tresen hat künftig seine längere Seite zum Saal hin – ganz so, wie es auch sein soll. Auch die alten Schiebewände zur Unterteilung des Saals kommen raus und werden durch neue, schallgedämpfte ersetzt. „Dann fühlt sich auch niemand im Nebenraum gestört, wenn hier der Chor probt – und umgekehrt“, sagt der Bürgermeister.

Am jetzigen Windfang wird ein Durchbruch geschaffen, so dass es einen weiteren Zugang direkt in den Saal geben wird. Gleichzeitig wird der Geräteraum in Richtung Sportplatz erweitert, so dass hier künftig auch Gestühl zwischengelagert werden kann. Der jetzige Lagerraum wird unterteilt, damit bei der Sanierung der Sanitäranlagen Platz für behindertengerechte Toiletten geschaffen wird.

Ursprünglich sollten alle Arbeiten kurz nach den Ferien beendet sein. „Aber davon haben die Firmen von selbst Abstand genommen – das Ganze ist nun einmal sehr aufwändig“, sagt der Bürgermeister.

Nun rechnet man mit einer Fertigstellung im Laufe des Oktobers. „Da wird es dann eine Einweihungsfeier geben, bei der gleich die neue Bewirtschaftung vorgestellt wird“, sagt Herms.

Nach 26 Jahren im Haus Rönnau hört Gastronomin Annemarie Friz auf. „Das wollte sie schon mit 65, und das war vor zwei Jahren“, sagt der Bürgermeister, der Annemarie Friz schon vorab für die vielen Dinge dankt, die sie auch ehrenamtlich übernommen hatte. Übernehmen wird die Bewirtschaftung Hiltraud Bonke, ebenfalls aus Klein Rönnau.

Mittelpunkt des Dorfes

Das Haus Rönnau wurde 1980 fertiggestellt und ist Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Hier treffen sich Sportler und Vogelschießer, das Rote Kreuz und die Gemeindevertretung. Umgeben ist das Haus von Fußball- und Tennisfeldern sowie einem Boule-Platz.

Das DRK unterhält hier Kleiderkammer, Büro und den Kindergarten „Immenhuus“. Die Feuerwehr ist Nachbar. Das Haus Rönnau ist Mittelpunkt bei den Jugendcamps mit Tököl (Ungarn) und Pszczyna (Polen), früher auch mit St. Georges d’Oléron (Frankreich).

Lothar Hermann Kullack

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