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Segeberg Aus zaghaften Kontakten entstand eine feste Partnerschaft
Lokales Segeberg Aus zaghaften Kontakten entstand eine feste Partnerschaft
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23:21 01.07.2013
Von Ursula Kronlage
Annelore Seyer (Freundeskreis Ahja) betreut die Ausstellung in der Remise, die am Sonntag zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Segeberg und Pölva eröffnet wurde. Quelle: Foto: Kronlage

Was seine Anfänge in ersten zaghaften, eher privaten Besuchen hatte, kann heute als eine feste Verbindung bezeichnet werden: die Partnerschaft zwischen den Kreisen Segeberg und Pölva. Vor 20 Jahren wurde sie offiziell besiegelt, am vergangenen Sonntag das 20-jährige Bestehen gefeiert. Dazu war eine rund 50-köpfige Delegation aus Pölva angereist, an der Spitze Landrätin Ulla Preede. Kreispräsident Winfried Zylka (CDU) empfing die Gäste am Sonntagvormittag im Kulturzentrum Remise und eröffnete dort eine Ausstellung, die sich mit der Partnerschaft beider Kreise befasst, von ersten Kontakten 1992 mit den sich entwickelnden Verbindungen zu Schulen, Jugendlichen und vielen Segebergern, die häufig nach Estland reisen und freundschaftliche Beziehungen pflegen.

Maßgeblich beteiligt an dieser Partnerschaft ist der frühere Landrat Georg Gorrissen, der mit Ehefrau Esther gleich nach der Wende Sach- und Geldspenden gesammelt hatte, um der zum großen Teil hungernden und unterversorgten Bevölkerung in Estland zu helfen. Aus diesen Hilfsaktionen heraus entstand schon nach kurzer Zeit die Partnerschaft zwischen dem Kreis Segeberg und dem estnischen Kreis Pölva. Dafür wurde Gorrissen von Pölva mit der Verdienstmedaille des Kreises und dem Marianenkreuzorden ausgezeichnet. Die Feuerwehren beider Kreise knüpften Kontakte, von hier wechselten Fahrzeuge und Geräte in den estnischen Kreis.

Winfried Zylka erinnerte am Sonntag seine Gäste an die Anfänge: „1991 kam vom damaligen Landrat des Kreises Pölva ein offizielles Anschreiben, ob eine Partnerschaft möglich sei.“ Der Kreistag hier signalisierte Zustimmung, und zwei Jahre später wurde das Bündnis besiegelt. Im Mai 1993 besuchte eine offizielle Delegation aus dem Kreis Segeberg erstmals den Kreis Pölva. Eine ähnliche Entwicklung habe es dann, so Zylka weiter, zwischen den Städten Bad Segeberg und Vöru/Kreis Pölva gegeben. Doch diese Städtepartnerschaft ist etwas jünger, erst zehn Jahre alt. Die Pflege der Städtepartnerschaften fällt in das Ressort von Bürgervorsteherin Ingrid Altner, es sei ihr ein ganz besonderes Anliegen, sagte sie am Sonntag am Rande des Treffens.

Neben den offiziellen Kontakten gibt es viele private, zum Beispiel zwischen einem Freundeskreis in Itzstedt — federführend das Ehepaar Annelore und Eckard Seyer — zu der estnischen Stadt Ahja. Von Anfang an dabei auch das Ehepaar Sylvia und Rüdiger Jankowski aus Bad Segeberg.

In diesen Tagen haben Gastgeber und Gäste nicht nur über die zurückliegenden Jahre gesprochen und auch vieles gemeinsam unternommen, zum Beispiel eine Besichtigungstour nach Lübeck und den Besuch der Karl-May-Vorstellung im Kalkberg-Stadion. Vor allem haben Gastgeber und Gäste die Perspektiven ihrer Partnerschaft ausgelotet. Dazu gab es gestern Vormittag in der Jugendakademie einen Workshop mit Kreispräsident, den Landrätinnen aus Segeberg und Pölva sowie Kommunalpolitikern.

Gestern Abend wurde ausgiebig Abschied gefeiert. In der Jugendakademie trafen sich alle zum Essen und verabschiedeten sich mit den gegenseitigen Zusicherungen, sich bald einmal wieder zu treffen — hier oder in Pölva.

Die Ausstellung in der Remise, Hamburger Straße (am Landratspark) öffnet täglich von 14 bis 17 Uhr.

Ursula Kronlage

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