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Segeberg Ausbildungsmesse: Der Wettkampf um die Azubis
Lokales Segeberg Ausbildungsmesse: Der Wettkampf um die Azubis
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20:29 22.11.2016
Helene Oger (r.) und Danielle Zeppelin lassen sich von Rebecca Schwarz (Wald-Apotheke) die Pillen-Herstellung zeigen.

. Fähige Auszubildende sind in vielen Firmen ein rares und begehrtes Gut. Bei der Ausbildungsmesse des Rotary Clubs in der Kreissporthalle ging es für Segeberger Unternehmen deshalb darum, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. 50 Betriebe, Schulen und Organisationen hatten am Montagabend ihre Stände in der Halle aufgebaut, Werbegeschenke, Infomaterial, Anschauungsobjekte und ihre nettesten Mitarbeiter geschickt, um einige der mehr als 400 Schüler für eine Ausbildung bei ihnen zu interessieren. Sparkasse, Möbel Kraft, Pelz-Gruppe, Segeberger Kliniken, Grundfos – die regionale Wirtschaft war namhaft vertreten.

50 Betriebe und Organisationen warben in der Kreissporthalle um Nachwuchs.

Freie Stellen auf LN-Jobs.de

Freie Ausbildungsplätze in der Region sind auch auf dem Internet-Stellenportal der Lübecker Nachrichten zu finden. Unter der Adresse www.ln-jobs.de/ausbildung kommen regelmäßig neue Stellenangebote dazu, die sich nach gewünschten Berufsgruppen und Orten filtern lassen.

Zum 18. Mal hat die Messe inzwischen an wechselnden Orten im Kreis stattgefunden. „Und die Stände sind im Laufe der Jahre immer aufwendiger geworden“, sagt der Unternehmer und Organisator Henning Ruser vom Rotary Club. Im Mittelpunkt des Interesses stehe bei vielen der „klassische Realschüler, von denen es leider immer weniger gibt“, sagt Ruser. Zudem entschieden sich viele statt für eine Ausbildung für einen weiterführenden Schulabschluss.

Einen jungen Mann für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker hat Stefan Ehrig, Ausbildungsleiter der Deutag-Niederlassung in Wittenborn, schon gefunden. Ehrig ist froh darüber, dass der 16-jährige Langzeitpraktikant Finn Winkenwerder im Unternehmen bleiben will. „Jetzt suchen wir noch eine Kollegin oder einen Kollegen für ihn.“ Der Beruf im Asphalt-Gewerbe sei schließlich interessant und abwechslungsreich. „Verfahrenstechnik, Prozessteuerung, Messtechnik, Umweltschutz, Logistik – das komplette Programm“, zählt Ehrig auf. Viele junge Menschen ließen sich davon aber nicht mehr beeindrucken. „Viele haben heute die Vorstellung, an einem Computer zu sitzen und von 8 bis 12 Uhr zu arbeiten“, sagt der Ausbilder. Die Suche werde jedes Jahr schwieriger.

Manche junge Leute haben dagegen sehr viel handfestere und konkretere Vorstellungen. Torge (15), Jan (17) und Arne (16) vom Berufsbildungszentrum Bad Segeberg sind sich sicher, was sie einmal machen werden. „Bei mir ist es Pkw-Mechatroniker“, sagt Torge. Jan will zur Bundeswehr, Arne Landmaschinenmechaniker werden. Zur Messe sind sie dennoch gekommen. „Es kann ja nicht schaden, sich umzusehen.

Vielleicht interessiert mich ja doch noch etwas anderes“, sagt Torge.

Die 17-jährige Danielle interessiert sich eigentlich für eine Ausbildung zur Erzieherin. Zunächst ist sie aber am Stand der Wahlstedter Wald-Apotheke hängen geblieben und lässt sich gemeinsam mit Freundin Helene zeigen, wie Pillenkapseln hergestellt werden – ein Bestandteil der Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten. Ob sie sich umentscheiden wird? „Ich finde das auf jeden Fall interessant, aber mein Wunschberuf wird das wohl nicht. Dazu ist meine Chemie-Note auch zu schlecht“, sagt sie lächelnd.

Oliver Vogt

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