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Segeberg Ausgerechnet die Kleinen schwitzten
Lokales Segeberg Ausgerechnet die Kleinen schwitzten
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20:21 23.06.2016
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Bad Segeberg

Gleich am frühen Morgen 20 Grad , und dann klettert die Säule auf dem Thermometer und klettert . . .„Es sind 30 Grad im Schatten/ Wir schwitzen wie die Ratten/ Die Schule ist ’ne Quälerei/ drum bitten wir um hitzefrei.“ So reimten wir als Schüler früher. Damals, als ein Hitzetag wie der gestrige wirklich nichts Besonderes war, sondern ein ganz normaler Sommertag. War halt Ende Juni! Da war’s nun einmal warm.

Es musste also schon so richtig, richtig heiß werden, damit der Schülerwunsch nach hitzefrei erfüllt wurde. Aber dann! Dann ging’s mit Freudengeheul in die Freibäder und Badeseen. Nur die älteren Jahrgänge mussten damals manchmal länger in der Schule ausharren.

Wie anders ist es heute! Ausgerechnet die kleinen Grundschüler mussten in Bad Segeberg ausharren – nicht nur gestern, das ist für sie Alltag. Denn Theodor-Storm-, Heinrich-Rantzau- und Franz-

Claudius-Schule sind verlässliche Grundschulen. Die dürfen gar nicht hitzefrei machen. Logisch, wo sollten die berufstätigen Eltern denn auch sonst ihre Kleinen unterbringen?

Anders die älteren Jahrgänge: In der Schule am Burgfeld war nach der 4. Stunde Schicht, ebenso im Städtischen Gymnasium. Die Gemeinschaftschule am Seminarweg folgte nach der 5. Stunde. Nur in der Dahlmannschule wurde (unverdrossen?) weitergebüffelt. „Wir haben ohnehin um 13 Uhr Schulschluss“, hieß es aus dem Sekretariat. Und auch im Berufsbildungszentrum ging’s weiter – hitzefrei ist an beruflich orientierten Schulen nicht üblich. Da kommt im BBZ schon ein wenig Neid auf . . . Siehe Badeseen und Freibäder. ark

LN

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