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Segeberg Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb
Lokales Segeberg Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb
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18:24 09.06.2016
IHK-Präses Friederike C. Kühn (v.r.) überreicht den Ausbildungs- Award an die Geschäftsführer Maja Zippel und Claas Nendel vom Unternehmen Frey+Lau in Henstedt-Ulzburg. Quelle: Fuchs

Das Unternehmen Frey+Lau mit Sitz in Henstedt-Ulzburg ist jetzt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck mit dem Ausbildungs- Award ausgezeichnet worden. Der Hersteller von Aromen, Parfümstoffen und ätherischen Ölen für die Lebens- und Arzneimittelindustrie zeichne sich durch eine hervorragende Ausbildungskultur aus, lobte IHK-Präses Friederike C. Kühn bei der Preisverleihung. „Null Prozent Lehrstellenabbrüche und eine Übernahmequote von 100 Prozent aller ausgelernten Auszubildenden – besser geht es nicht.“

Frey+Lau sei der erste Betrieb im Kreis Segeberg, der in diesem Jahr mit dieser bei den Unternehmen begehrten Trophäe ausgezeichnet wurde, sagte IHK-Sprecher Can Özren. Die IHK zu Lübeck, die 65000 Unternehmen von Norderstedt bis Fehmarn vertritt, vergebe diesen Preis jedes Jahr nur an zehn der insgesamt 2500 Ausbildungsbetriebe in den Kreisen Segeberg, Stormarn, Ostholstein und Herzogtum-Lauenburg sowie Lübeck. „Um diesen Titel können sich die Unternehmen nicht bewerben. Sie erhalten ihn von der IHK auf der Basis vieler wichtiger Kriterien“, betont Özren.

Dazu gehörten im Falle des Henstedt-Ulzburger Unternehmens vor allem sein langjähriges Engagement für die Ausbildung auf hohem Niveau, führte IHK-Präses Kühn aus. So würden 80 Prozent der Auszubildenden bei Frey+Lau durchweg gute und sehr gute Prüfungsergebnisse erzielen, was ein herausragender Wert sei. „Das zeigt, wie gut die jungen Mitarbeiter während ihrer Ausbildung von ihren Ausbildern begleitet und unterstützt werden“, lobte Kühn. Zudem engagiere sich die Firma regelmäßig auf Ausbildungsmessen, biete Bewerbungstrainings in den Schulen an, stelle Praktikumsplätze zur Verfügung und trage mit eigenen Prüfern zu einer hohen Ausbildungsqualität bei.

Die Geschäftsführer Maja Zippel und Claas Nendel freuten sich sehr über diese Auszeichnung, die ein Beleg dafür sei, dass die firmeneigene Strategie, den Nachwuchs zu fördern und so dem Fachkräftemangel zu begegnen, der richtige sei. Ohnehin sei die Zufriedenheit der 200 Mitarbeiter des Familienbetriebes in vierter Generation, der seit 1994 seinen zwei Hektar großen Standort im Henstedt-Ulzburger Gewerbegebiet hat, recht hoch, was sich an einer geringen Fluktuation zeige. „Wir bieten unseren Beschäftigten eine langfristige Perspektive und attraktive Weiterentwicklungs- und Aufstiegschancen“, beschrieb Nendel die Firmenphilosophie.

Weitere Pluspunkte seien die betriebliche Altersvorsorge und ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit gezielten Untersuchungsangeboten, Rückencoaching und Gymnastikkursen sowie ein Wiedereingliederungsmanagement in schwierigen gesundheitlichen Situationen. Zudem würde den Mitarbeitern kostenlos Bio-Obst und Heißgetränke zur freien Verfügung gestellt. Auch Mitgliedschaften in Fitnessclubs oder Sportvereinen würden vom Unternehmen finanziell unterstützt.

Für den guten Geruch

Seit 180 Jahren stellt das Unternehmen, das 1836 von Heinrich Zeise in Hamburg-Altona als Dampffabrik für ätherische Öle, Essenzen und Tinkturen gegründet und 1904 von Johannes Frey und Hinrich Lau übernommen wurde, Aroma- und Parfümstoffe her. „Wir sorgen mit unseren Essenzen dafür, dass ihre Produkte gut riechen und gut schmecken“, sagt Geschäftsführer Claas Nendel. Das sei ja oft ein entscheidendes Kaufkriterium für die Verbraucher. „Wir beliefern viele Markenprodukte in der Süßwaren- und Getränkeindustrie, vor allem im Tee- und Schokoladenbereich, wo es nur auf Nuancen ankommt“, sagte Nendel. Konkreter dürfe er im Interesse der Auftraggeber nicht werden.

Burkhard Fuchs

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