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Segeberg Ausgliederung: Teile der Kreisverwaltung in den Levo-Park
Lokales Segeberg Ausgliederung: Teile der Kreisverwaltung in den Levo-Park
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20:31 30.06.2017
In das Gebäude Jaguarring 16 im Levo-Park werden schon bald Teile der Kreisverwaltung einziehen. Quelle: Fotos: Kullack
Bad Segeberg

Bis vor Wochen hatte hier noch die Ärztekammer residiert, die nun wieder in ihre (gänzlich umgebaute) normale Residenz gezogen ist: Die Kreisverwaltung wird einige Abteilungen ausgliedern und in wenigen Wochen das Gebäude Jaguarring 16 im Levo-Park beziehen. Über eine Anmietung für drei Jahre mit der Option einer Verlängerung verständigte sich am Donnerstagabend der Kreistag. Da nicht über die Höhe der Miete gesprochen werden durfte, konnte der Punkt in öffentlicher Sitzung abgehakt werden.

„In den vergangenen drei Haushaltsjahren haben wir 130 neue Mitarbeiter für die Verwaltung bekommen, für die wir eigentlich keine Büroräume hatten. Die wurden einfach irgendwo ’reingequetscht“, sagte Kreispräsident Winfried Zylka nach der Sitzung. Die Verwaltung habe sich so beholfen, dass etwa Sitzungsräume der Fraktionen rekrutiert wurden oder dass man Flure umbaute, um genügend Arbeitsplätze schaffen zu können. Damit ist nun bald Schluss – zumindest für die nächsten drei Jahre. „Wir haben 1700 Quadratmeter Bürofläche angemietet und brauchen im Moment nur 1200 Quadratmeter“, erläuterte Hauptausschussvorsitzender Henning Wulf (CDU), dass im Gebäude im Levo-Park noch genügend Reserve für die nächste Zeit sei.

Bevor der Kreistag entschied, hatte es in nicht öffentlichen Ausschusssitzungen auch andere Lösungsvorschläge gegeben, unter anderem den, auf den Parkplatz zwischen altem und neuem Verwaltungsgebäude zu verzichten und dort neu zu bauen. Vor allem aus finanziellen Erwägungen war dieser Vorschlag verworfen worden.

Weitere Kreistagsbeschlüsse vom Donnerstag:

Rettungsdienst: Die Vorarbeiten waren nach langer, auch kontroverser Diskussion erledigt, nun folgte der formelle Beschluss: Der Kreis Segeberg tritt der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) mit Sitz in Heide bei. Der Gesellschafteranteil beträgt pro forma 25000 Euro. Per 2019 sind Deutsches Rotes Kreuz sowie der KBA in Norderstedt somit aus dem Rettungsdienst entlassen. CDU-Fraktionschef Kurt Barkowsky hatte seiner Fraktion die Abstimmung zuvor freigegeben, sodass – gemeinsam mit Stimmen aus anderen Fraktionen – vier Abgeordnete gegen den Beitritt stimmten und sechs sich der Stimme enthielten.

Täter von häuslicher Gewalt: Gegen drei Stimmen bei einer Enthaltung stimmte der Kreistag einem Antrag von CDU und Bündnis 90/Grünen zu, dass der Kreis sich an den vom Land organisierten Beratungskursen für Täter von häuslicher Gewalt beteiligt. Solche Kurse werden von Richtern häufig anstelle von Geldstrafen oder Haft verfügt. Neu gegenüber dem ursprünglichen Antrag ist, dass die Teilfinanzierung durch den Kreis auf 10 000 Euro begrenzt ist.

Radwegenetz: Der Kreis übernimmt die Radweg-Gemeindeanteile entlang der Kreisstraßen 4 (Weede – Geschendorf), 24 (Henstedt-Ulzburg – Ellerau) und 111 (Großenaspe) und fördert den Radwegbau auf den alten Bahntrassen Bad Segeberg – Tensfeld und Sülfeld – Henstedt-Ulzburg.

Lothar Hermann Kullack

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