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Ausverkauf im Fahrenkrug Hotel

Fahrenkrug Ausverkauf im Fahrenkrug Hotel

Das Bettenhaus mit seinen 20 Zimmern ist soweit geräumt, dass dort die ersten Flüchtlinge einziehen könnten - deshalb muss der alte Bestand raus und wird verkauft.

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Der ganze Saal steht noch voller Küchengeschirr, Bücher, Bilder, Spiegel, Regale und anderer Dinge, die einst zur Einrichtung des Hotels gehörten, das Torsten Busch bis Montag geführt hat.

Fahrenkrug. „Von den eckigen Decken da nehme ich drei“, sagt Hannelore Dankert und streicht über den Stapel weißer, sorgfältig zusammengelegter Tischwäsche. Am Wochenende schmückte die noch die Tafel im Saal bei ihrer Silberhochzeit. Nun wird das Tuch des Gastwirts für ein paar Euro in ihre Hände gehen. Im Hotel „Busch &Busch“ in Fahrenkrug ist Ausverkauf.

LN-Bild

„Von den eckigen Decken da nehme ich drei“, sagt Hannelore Dankert und streicht über den Stapel weißer, sorgfältig zusammengelegter Tischwäsche.

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„Alles muss raus! Wir können das ja nicht mitnehmen.“  Torsten Busch, Eigentümer

„Unsere Feier war die letzte hier. Jeder hat irgendetwas mitgenommen: Gläser, ein Schild, eine Amphore, wir haben schon gescherzt, dass das wie eine Rheumadeckentour ist.“

Das Bettenhaus mit seinen 20 Zimmern ist soweit geräumt, dass dort die ersten Flüchtlinge einziehen könnten. 100 Mal Erstausstattung für die Menschen stammt ebenfalls aus dem Hotel-Hausrat: „Da haben wir uns mit dem Amt Trave-Land auf eine Summe geeinigt“, hält sich Torsten Busch bedeckt. Wie berichtet, hat das Amt das Gebäude auf zunächst fünf Jahre gepachtet, um dort Asylsuchende unterzubringen.

In der Gaststube und den Sälen stapelt sich noch immer allerhand Hotelgedöns: etwa dicke, große Handtücher, mit denen sich einst Gäste trockengerubbelt haben. Der Satz für drei Euro. Korbsessel, deren Sitzflächen lediglich neu bezogen werden müssten, sind ordentlich zusammengestellt und sollen für kleines Geld abgegeben werden. In einer Ecke türmen sich Schüsseln und Teller, Saucieren und Puddingschalen, Tassen und Gläser, antike Schränke, Kupferpfannen, aus Buntmetall gegossene Hirsche, etliche Bilder und Bücher. „Es sind wirklich viele Leute zum Flohmarkt gekommen, und es ist so einiges weggegangen“, sagt der nun Ex-Hotelbetreiber, „aber es ist noch immer viel da. Ich habe selber gar nicht gewusst, wie viel Kram wir haben.“

Torsten Buschs Blick fällt auf ein großes, altes Bild. „Hier, ein Originaldruck von 1800 irgendwas. Der hat mich schon fast mein ganzes Leben begleitet.“ Er lässt den Blick weiter schweifen: „Da, die beiden Kronleuchter. Die haben richtig Geschichte. Die hingen mal im alten Kurhaus von Travemünde. Bei einer Auktion haben wir die ersteigert.“ Im Hotelfoyer steht eine riesige Palme. Der Zollstock zeigt es: Das gut gewachsene Stück ist über 3,50 Meter hoch. „Wer so eine Pflanze gebrauchen kann, weiß ich auch nicht so genau“, sagt Busch mehr zu sich selbst und hofft dennoch mit seiner Frau Tanja darauf, dass auch der Rest des Inventars Abnehmer findet. „Alles muss raus. Wir können ja nichts mitnehmen, wir haben nur noch 120 Quadratmeter“, sagt er, bevor er durch den Saal geht, der voller Erinnerungen in Form von Dingen steht.

Immer wieder mal schauen Leute vorbei. Busch: „Die sehen Licht, merken, dass jemand da ist, fragen, ob sie gucken dürfen, kaufen etwas.“ Dennoch haben die Eigentümer noch einen letzten Räumungsverkauf angekündigt: Am 20. März, das ist ein Sonntag, ist letztmalig Gelegenheit zum Stöbern. „Und was dann nicht weg ist, das kommt auf den Müll.“

Von Heike Hiltrop

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