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Segeberg Autogrammjäger belagern Winnetou
Lokales Segeberg Autogrammjäger belagern Winnetou
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13:48 25.07.2017
Lilly aus Barsbüttel ist so aufgeregt und schüchtern, dass sie nur ein „Ähm“ herausbringt. Und „Winnetou“ ist schlagfertig, Jan Sosniok schreibt kurzerhand „Für Ähm“ auf die Autogrammkarte. Quelle: Foto: Silvie Domann
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Bad Segeberg
Karl-May-Kinderfest am Kalkberg: Bullenreiten, Westernmusik und gut gelaunte Schauspieler.

So zum Beispiel das „Animal-Riding“, bei dem sich schnell eine lange Schlange aus Kindern gebildet hatte. Diese Plüsch-Tiere können Kinder selbst durch ihre Körperbewegung antreiben und lenken.

Klicken Sie hier, um zahlreiche weitere Eindrücke vom Karl-May-Kinderfest am Kalkberg zu sehen!

Auch klettern, toben in Hüpfburgen, Hufeisen werfen, Goldwaschen und Bullenreiten waren angesagt bei Kindern und Jugendlichen. Fenno (13) aus Esens/Ostfriesland hatte den Kampf mit dem Bullen aufgenommen, wurde letztlich aber doch abgeworfen. Auch Charlize (11) aus Bad Segeberg stellte sich dem Bullen. „Es macht Spaß, ich probiere es jedes Jahr wieder aus“, sagte sie und ergänzte, dass sie ein großer Indianer-Fan sei. Denn die hätten coolen Schmuck, schöne Kleider und seien für den Weltfrieden. Sie träume davon, einmal Statistin bei den Karl-May-Spielen zu sein. „Vielleicht sollte ich mit dem Reiten anfangen“, überlegte Charlize, so wie Elena. Elena kommt aus New Mexico, ist zu Besuch bei ihrem Opa, dem Nachbarn von Charlize. Gemeinsam genossen die beiden Mädchen den Wildwest in Bad Segeberg.

Für musikalische und tänzerische Einlagen sorgten die „Country Linedancer Todesfelde, Wahlstedt & Friends“, Marcel Schaar, Bandleader der „Little Country Gentlemen“ sowie die Trommelgruppe „Umoja“ mit Leiterin Evelyn Wabnitz.

Andrang herrschte vor allem im Indian Village, wo traditionell die Darsteller der aktuellen Inszenierung „Old Surehand“ Autogramme schrieben. Geduldig warteten Kinder und Erwachsene auf die Schauspieler. Die setzten gut gelaunt und freundlich ihre Namen auf alle möglichen Sammlerstücke und versuchten, vor allem mit den jüngsten Autogrammjägern ins Gespräch zu kommen. „Was kann ich anbieten, Obst, Bananen, Honig“, scherzte Ben Bremer alias „Tibo-taka“ und zauberte damit ein Lächeln auf das Gesicht des Kindes. Die kleine Indianerin Jasmin fiel dem Comanchen sofort ins Auge. „Du bist eine aufstrebende Comanchin, das sehe ich an deinem Kleid, den blauen Perlen und den grünen Federn im Haar“, sagte der Indianer. Jasmins Tante Ingrid Bartsch erklärte, dass das Kostüm über 40 Jahre alt sei, in dritter Generation getragen werde und damals im Indianerclub Segeberg entstanden sei. Sie ließ sich gerade ein Autogramm von „Old Wabble“ Joshy Peters geben. Auch Jan Sosniok alias „Winnetou“ bemühte sich um eine Kommunikation ohne Rauchzeichen. Doch Lilly (9) aus Barsbüttel war so verblüfft, dass ihr nur ein „Ähm“ über die Lippen kam. Und so schrieb Winnetou „Für Ähm“ auf die Autogrammkarte. Klaus-Peter Lünemann (63) aus Eschweiler plauderte dagegen ganz ungezwungen mit den Darstellern. „Mich hat der Karl-May-Virus als Kind gepackt, ich war 1988 zum ersten Mal am Kalkberg.“ Auch die Spiele in Elspe schaue er sich jedes Jahr an, ebenso wie die Abschlussvorstellung in Bad Segeberg.

Silvie Domann

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