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Segeberg Klein-LKW rast mit 100 Sachen durch Bark
Lokales Segeberg Klein-LKW rast mit 100 Sachen durch Bark
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11:08 05.12.2018
Die Polizisten fertigten eine Anzeige wegen „Verbotener Kraftfahrzeugrennen“ gegen den 22-Jährigen. Quelle: LN-Archiv
Bark

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend. Gegen 22 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung im Ortsteil Bockhorn ein Klein-Lkw auf, der mit circa 100 Kilometern pro Stunde durch die Ortschaft fuhr.

„Auf dem Weg nach Segeberg überholte der Transporter innerhalb von Wittenborn andere Autos rücksichtslos und fuhr in Höhe ’Roter Hahn’ doppelt so schnell wie erlaubt“, sagte ein Polizeisprecher. 140 statt 70 km/h hatte er auf dem Tacho.

Bei einer anschließenden Kontrolle im Ortseingang von Bad Segeberg führte der 22-jährige Fahrer als Grund für die riskanten Fahrmanöver private Gründe an. Laut Navigationsgerät lag das Ziel des jungen Mannes noch über 700 Kilometer entfernt.

Polizei zeigt ihn wegen „Verbotener Kraftfahrzeugrennen“ an

„Die Beamten beendeten die gefährliche Fahrt, beschlagnahmten den Führerschein noch vor Ort und nahmen vom Fahrer eine Sicherheitsleistung von 700 Euro“, so der Sprecher weiter. Gegen den Fahrer sei eine Strafanzeige nach § 315 des Strafgesetzbuches, „Verbotene Kraftfahrzeugrennen“, gefertigt worden.

Der Gesetzgeber sieht als Mindeststrafmaß für diese neugeschaffene Rechtsnorm eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Was sind „Verbotene Kraftfahrzeugrennen“?

Das sagt das Straftgesetzbuch:

(1) Wer im Straßenverkehr

1. ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet oder durchführt,

2.als Kraftfahrzeugführer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnimmt oder

3.sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 2 oder 3 Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(3) Der Versuch ist in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 1 strafbar.

(4) Wer in den Fällen des Absatzes 2 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(5) Verursacht der Täter in den Fällen des Absatzes 2 durch die Tat den Tod oder eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Quelle: Dejure.org

RND/kha

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