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Segeberg Axtangriff: 19-Jähriger soll in die Psychiatrie
Lokales Segeberg Axtangriff: 19-Jähriger soll in die Psychiatrie
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21:36 06.10.2017
Der Prozess wird am Kieler Landgericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt.  Quelle: Markus Scholz/dpa
Kiel/Pronstorf

Der Prozess wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Am Donnerstag plädierten Staatsanwaltschaft und Verteidigung, dass der Angeklagte wegen einer schweren psychischen Störung künftig in einer Psychiatrie untergebracht werden soll, teilt Gerichtssprecherin Rebecca Kleine auf LN-Anfrage mit. Mit Berufung auf eine Sondervorschrift im Jugendstrafrecht soll demnach auch von einer zusätzlichen Jugendstrafe abgesehen werden – auch das hätten sowohl Anklage als auch Verteidigung beantragt. Dass aber der Angeklagte seine Eltern töten wollte, sei unstrittig – er soll sich gegenüber seinem jüngeren Bruder zurückgesetzt gefühlt haben.

Am 20. März soll der 19-Jährige im Ärger über die Internetverbindung im Haus zunächst auf seinen Bruder losgegangen sein. Als der Vater ihn später darauf ansprach, holte der Angeklagte eine Axt aus dem Schuppen, verletzte zunächst seine Mutter schwer im Gesicht. Beim Versuch des Vaters und des damals 16-jährigen Bruders, den Angeklagten zu entwaffnen, stach dieser mehrfach mit einem Messer zu, das er außerdem bei sich trug. Der Vater erlitt unter anderem eine tiefe Stichwunde im Oberkörper und musste wie seine Frau notoperiert werden. Der 19-Jährige flüchtete aus dem elterlichen Haus, bewaffnet mit einem Reiterbogen. Er stellte sich in der Nacht bei der Polizei in Hamburg.

 nam

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