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Segeberg Axtangriff auf Eltern: Täter muss dauerhaft in die Psychiatrie
Lokales Segeberg Axtangriff auf Eltern: Täter muss dauerhaft in die Psychiatrie
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10:57 11.10.2017
Kiel/Pronstorf

Der Angeklagte sei aufgrund einer schweren Persönlichkeits- und Bewusstseinsstörung zur Tatzeit nur vermindert steuerungs- und schuldfähig gewesen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Becker. Die Gewaltattacken wertete das Gericht als versuchten Totschlag. Die Staatsanwältin hatte sie als versuchten Mord eingestuft.

Der 19-Jährige soll sich gegenüber seinem jüngeren Bruder zurückgesetzt gefühlt haben. Am 20. März war er  nach einem Streit über die Internetverbindung im Haus zunächst auf seinen Bruder losgegangen. Als der Vater ihn später darauf ansprach, holte der Angeklagte eine Axt aus dem Schuppen, verletzte zunächst seine Mutter schwer im Gesicht.

Beim Versuch des Vaters und des damals 16-jährigen Bruders, den Angeklagten zu entwaffnen, stach dieser mehrfach mit einem Messer zu, das er bei sich trug. Der Vater erlitt unter anderem eine tiefe Stichwunde im Oberkörper und musste wie seine Frau notoperiert werden. Der 19-Jährige flüchtete bewaffnet mit einem Reiterbogen. Er stellte sich in der Nacht der Polizei in Hamburg. 

dpa/nam

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