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Segeberg BBS: Einfach Parkplatz befestigen und Bäume pflanzen
Lokales Segeberg BBS: Einfach Parkplatz befestigen und Bäume pflanzen
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22:21 24.06.2013
Die große Freifläche am Bahnsteig (Bildmitte) soll mit einem Einkaufszentrum bebaut werden. Der Bürgerblock kämpft dagegen. Quelle: Foto: Glombik
Bad Segeberg

„Diese Bahnhofsplanung ist eine übers Knie gebrochene Scheinlösung, die niemand braucht und bestenfalls dem Investor nutzt“, heißt es in einer BBS-Stellungnahme zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan 77, der bauleitplanerisch eigentlich demnächst in die Zielgerade einbiegen sollte. Doch in fast jeder Bad Segeberger Stammtischrunde wird über den geplanten Bahnhof nur gelästert oder geschimpft. Zumindest ist er in aller Munde. So war es für die Wählergemeinschaft BBS auch nicht allzu schwierig gewesen, 160 Unterschriften gegen das umstrittene Vorhaben zu sammeln. Kürzlich wurden die Unterschriften Bad Segebergs Bauamtsleiterin Antje Langethal überreicht.

Die Bürger-Stellungnahmen sollen als Einwände gegen die Bahnhofsplanung verstanden werden, forderte BBS-Fraktionsvorsitzender Heino Pfeiffer bei einem Redaktionsbesuch. Diese „NichtBahnhofs-Planung“

werde abgelehnt. Für Pfeiffer ist jetzt die Frage, ob die Stadt „diesen Weg der Fehlplanung eisern weitergehen möchte“ oder Rücksicht auf die Meinung der Bürger nimmt. Er hoffe, dass die Reaktionen aus der Bevölkerung auch anderen Fraktionen im Rathaus zu denken geben, betonte Pfeiffer.

Wie berichtet, ist auf dem jetzt noch als unbefestigte Parkmöglichkeit genutzten Bahnhofsvorplatz der Bau von großen Fachmärkten in zwei Gebäuden geplant. Außerdem sollen dort Parkflächen, aber nur für Kunden der Geschäfte, entstehen. Die Gebäude bieten keinen Durchgang zum Bahnsteig. Bahnkunden müssen also außen herum gehen. Pfeiffer empört: „Wer in Bad Segeberg mit der Nordbahn einfährt, wird dann nur eine Wand sehen, die wahrscheinlich mit Graffiti beschmiert sein wird.“ Ein „Einkaufszentrum mit Fahrkartenschalter“ hatte Bernd Hoffmann vom BBS spöttisch die Planung genannt. Die Fachmärkte werden Produkte bieten, die es ohnehin jetzt schon in Bad Segeberg gebe. So drohe nur ein weiterer Kaufkraftentzug der Innenstadt. Für den BBS zementierte der vorgelegte B-Plan die Trennung von Bahn und Zob. Eine Zusammenlegung gehe dann auch nicht mehr, wenn die B 206 nach einer Verwirklichung der A20-Südumgehung zurückgebaut werden könnte.

Die architektonische Gestaltung des Bahnhofs sei „banal“, die städtische Eingangssituation langfristig verbaut. Heino Pfeiffer ist sicher, dass die Stadtverwaltung selbst mit den Plänen nicht glücklich sei. Der BBS empfiehlt jetzt, sich alle Optionen offen zu lassen. Den Parkplatz könnte man etwas befestigen und mit einigen Bäumen verschönern. Das wäre entwicklungsfähiger als die aktuelle Bauleitplanung.

Wolfgang Glombik

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