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Segeberg BBS und Unabhängige fusionieren
Lokales Segeberg BBS und Unabhängige fusionieren
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20:31 26.06.2017
Seit’ an Seit’ in die Wahlen v. l.: Jürgen Niemann (BBS), Wolfgang Juhls, Thomas Krüger (Noch-Unabhängige) und Torsten Bohlmann (BBS). Quelle: Foto: Glombik
Bad Segeberg

Die Fraktionen im Bad Segeberger Rathaus formieren sich für die Kommunalwahlen im Mai 2018. So schluckt jetzt die Freie Wählergemeinschaft BBS die Unabhängigen. Deren Stadtvertreter Thomas Krüger und Wolfgang Juhls hatten sich 2014 im Streit von der CDU-Fraktion getrennt und ihre eigene Fraktion gegründet, woraufhin beide im August 2014 von den Christdemokraten ausgeschlossen wurden. Jetzt wechselt das Duo zusammen mit Ausschussmitglied Jutta Burchard zum BBS.

„In der jüngeren Vergangenheit haben sich gemeinsame Positionen zwischen Unabhängigen und dem BBS immer mehr verfestigt“, erklärte BBS-Vorsitzender Jürgen Niemann gestern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Niemann sieht hier „eine Bündelung bürgerlicher Kräfte“. Juhls kündigte an, im Laufe der Sommerpause die kleine Fraktion der Unabhängigen aufzulösen, nach der Sommerpause würden sie Mitglieder der BBS-Fraktion werden. Niemann hob hervor, dass der BBS mit Thomas Krüger im Bereich Denkmalschutz und Kultur Verstärkung bekomme. Krüger betonte, dass man sich „zwischenmenschlich sehr nahe“ gekommen sei. Schon aus wahltaktischen Gründen sei es auf jeden Fall besser, gemeinsam zu arbeiten, als das jeder für sich bleibe. Krüger ist wichtig, dass es beim BBS „lebendige Demokratie“

gebe, „anders als bei CDU und SPD“.

Krüger selbst gilt in der Bad Segeberger Parteienlandschaft als „Bäumchen wechsle dich“-Vertreter. Er war schon 1994 im BBS gewesen. Damals löste Krüger mit Alleingängen eine große Fehde aus. Er verließ den BBS, schloss sich später der Wählergemeinschaft „Bürgerwille“ an, die er 1998 verließ, als diese bei den Kommunalwahlen an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Später schloss sich Krüger der CDU an – bis es hier 2014 zum Bruch kam. BBS-Vorsitzender Jürgen Niemann ist optimistisch, dass zahlreiche Köpfe des 30 Mitglieder zählenden BBS aktiv in der Kommunalpolitik mitmachen werden.

Gestern sollten bei einer Klausurtagung inhaltliche Weichen gestellt werden. BBS-Fraktionsvorsitzender Torsten Bohlmann stellte klar, dass jetzt erst abgefragt werde, wer sich in welcher Form politisch engagieren möchte. Niemann sieht keine Probleme, Wahlbezirke oder die Liste zu besetzen. „Unser Ziel ist es, bei den Kommunalwahlen stärkste Fraktion zu werden.“

Mit der Verstärkung durch die beiden Ex-Unabhängigen ist der BBS jetzt mit acht Stadtvertretern genauso stark wie die CDU. Die SPD hat in der Stadtvertretung einen Sitz mehr. Niemann: „Jetzt kommt es darauf an, dass wir aus unserer Oppositionsrolle herauskommen und mehr mitgestalten.“

Wolfgang Glombik

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