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Segeberg BBS zieht mit neuen Gesichtern in den Wahlkampf
Lokales Segeberg BBS zieht mit neuen Gesichtern in den Wahlkampf
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10:43 19.02.2018
Die BBS-Direktkandidaten, vorne, v. li.: Jürgen Niemann (Wahlkreis 14, Rathaus), Klaus Bülck (13, Gemeinde Gottes), Mitte, v. li.: Michael Ehlers (8, Schule am Burgfeld), Torsten Bohlmann (4, Glindenberg), Dr. Susanne Will-Flatau (2, Kita Kleiner Planet), Thomas Krüger (5, Rantzau-Schule), Wolfgang Juhls (9, Claudius-Schule), Wolfgang Tödt (11, Amtsgericht), hinten, v. li.: Roger Dögow (1, Schützenhof), Ralf Schaffer (7, Städt. Gymnasium), Jens Eichert (10, Storm-Schule), Karsten Wilkening (6, Mühle), Gunther von Tluck und Toschonowitz (3, Schützengilde). Es fehlt: Heino Pfeiffer (12, Christiansfelde). Quelle: pd
Bad Segeberg

Wenn sich Menschen über etwas aufregen, engagieren sie sich politisch: Dass an dem Satz etwas Wahres dran ist, bekommt derzeit der BBS zu spüren, der mittlerweile auf 36 Mitglieder angewachsen ist.

Unter ihnen sind mit Karsten Wilkening, Gunther von Tluck und Toschonowitz sowie Thomas Lübke drei Neue, die quasi „an vorderster Front“ gegen die Bebauung des Nelkenweges mit mehr als 100 Wohneinheiten gekämpft und schließlich den Bürgerentscheid mit 71,7 Prozent gewonnen hatten.

„Gegen Politik zu stänkern, ist das eine, selbst etwas zu tun, ist das andere“, findet Karsten Wilkening. Dass er sich für den BBS entschieden habe, liege für ihn auf der Hand. „Hinter uns liegt eine schwere Zeit. Die Wählergemeinschaft war die einzige Partei, die uns unterstützt hat. Jetzt möchte ich etwas zurückgeben und konstruktiv dazu beitragen, Bad Segeberg nach vorne zu bringen.“

Wie viele Mitglieder vor fünf Jahren dem BBS angehörten, vermochte Jürgen Niemann, Vorsitzender der Wählergemeinschaft, nicht zu sagen. „Es waren aber viel weniger“, glaubt der BBS-Chef, der selbst als Direktkandidat für den Wahlbezirk 14 (Rathaus) antritt.

Neun Monate hat die Wählergemeinschaft an ihrem Wahlprogramm gearbeitet, das Platz auf einem DIN-A-4-Blatt findet. Auch wenn man bei der Kandidatenaufstellung die Öffentlichkeit lieber außen vor lassen wollte und sich erst spät für Offenheit entschied, steht „Hinterzimmerpolitik abschaffen“ ganz oben auf der Liste des Programms. Um das zu erreichen, fordert der BBS eine stärkere Bürgerbeteiligung, mehr Mitspracherechte und Transparenz.

Weil der Mietvertrag für die „Mühle“ 2023 ausläuft, fordert der BBS den Bau eines Jugendzentrums mit Veranstaltungsraum innerhalb der nächsten fünf Jahre. Stadtfest, Tanz in den Mai, Osterfeuer und Weinfest würden eine Stadt von einem Dorf unterscheiden. Diese Feste sollen erhalten und für die Zukunft gesichert werden. Auch die Bewahrung der Otto-Flath-Stiftung mit all ihren Möglichkeiten hat sich die Wählergemeinschaft auf die Fahne geschrieben. Rüsten soll sich die Stadt für den Weiterbau der A 20. „Wir brauchen ein ganzheitliches Verkehrskonzept unter Einbeziehung von Fußgängern und Radfahrern für ganz Bad Segeberg“, so Niemann.

Das Ihlseestrandbad erhalten, das Naherholungsgebiet Ihlwald und den Großen Segeberger See bewahren, will der BBS ebenfalls. Die Attraktivität für junge Erwachsene will die Wählergemeinschaft unter anderem durch eine Fachhochschule im Levo-Park steigern. Den gleichen Vorschlag hat sich die Wählerinitiative „Wise“ auf die Fahne geschrieben, von der Henning Wulf und Toni Köppen während der BBS-Kandidatenaufstellung die Werbetrommel für sich rührten. Beide hoffen auf die Unterstützung durch den BBS.

Die BBS-Liste

1. Torsten Bohlmann, 2. Wolfgang Tödt, 3. Ralf Schaffer, 4. Jürgen Niemann, 5. Heino Pfeiffer, 6. Thomas Krüger, 7. Wolfgang Juhls, 8. Jens Eichert, 9. Michael Ehlers, 10. Klaus Bülck, 11.

Gunther von Tluck und Toschonowitz, 12. Karsten Wilkening, 13. Roger Dögow, 14. Thomas Lübke, 15. Susanne Will-Flatau, 16. Rene Petzold, 17. Detlev Schluck, 18. Hans-Jürgen Fischer, 19. Hartmut Gatz, 20. Annegret Wiegmann-Seidel

 Petra Dreu

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