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Segeberg Kita-Fluchttür offen: Und weg ist der Lütte. . .
Lokales Segeberg Kita-Fluchttür offen: Und weg ist der Lütte. . .
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16:59 05.12.2018
Offene Tür im Kindergarten: Die Erzieherinnen im Kindergarten Alte Sparkasse müssen sehr aufpassen, dass die Kinder nicht den Fluchtweg über die Außentreppe nutzen. Die Tür soll keine Kindersicherung bekommen. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Ein Moment nicht aufgepasst – und weg ist das dreijährige Kind. Für Eltern und Betreuer ist das ein Albtraum. Tore eines Kindergarten-Außengeländes oder einer Kita-Tür sind meist so gesichert, dass die Lütten nicht selbst die Tür öffnen können. Meist reicht schon ein einfacher Drehknopf, der unerreichbar für Kinderhände angebracht ist. Ausnahme ist nun ausgerechnet das neue Kulturzentrum „WortOrt“ in Bad Segeberg mit seiner evangelischen Kindergartengruppe „Alte Sparkasse“. Der stolze Bau hat 2,3 Millionen Euro gekostet, eine sichere Türschließ-Variante dürfte also nicht am Geld scheitern – aber vielleicht an fehlender Fantasie.

Kindergartenleiter Michael Modrow hat sich schon wegen des Tür-Problems an die Stadt als Vermieter gewandt. „Wir sind sehr glücklich über den Dachgarten“, bekannte er, aber es dürfe nicht sein, dass Kinder abhauen können, weil die Tür zur Außentreppe nicht mit einem Schließmechanismus gesichert werden dürfe. Das Tür-Problem hat nun auch die Politik erreicht. Gunter von Tluck und Toschonowitz (BBS), der im Kita-Elternbeirat sitzt, warnte im Bauausschuss: „Die Kinder drücken die Klinke runter, und weg sind sie.“

Ist aber alles korrekt. Die Treppe vom Dachgarten sei schließlich ein „Fluchtweg“, stellte Architekt Hauke Kraß heraus. Dort dürften Kinder zwar auf dem Dachgarten spielen, es müsse aber gewährleistet sein, dass man von dort auch flüchten könne. Ausschussvorsitzender Wolfgang Tödt stellte nun in Frage, ob Kleinkinder im Ernstfall selber wüssten, wann sie flüchten müssen. Erwachsene könnten eine Fluchttür aufmachen, aber doch keine Kinder. Auch könnten fremde Jugendliche über die niedrigen Tore klettern und auf dem Kita-Dachgarten Unsinn treiben. Er möchte am „WortOrt“ keine „gefängnisartigen Zustände“, sprach der Architekt gegen höhere Tore. Da reiche ohnehin eine „Räuberleiter“. Nun plant man, technisch aufzurüsten: Bewegungsmelder sind im Gespräch, auch Videoüberwachung.

Wolfgang Glombik

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