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Segeberg Bad Segeberg bekommt Jugendbüro mit Jugendcafé
Lokales Segeberg Bad Segeberg bekommt Jugendbüro mit Jugendcafé
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20:23 10.07.2018
„Die Basis ist geschaffen, jetzt müssen Ideen auch umgesetzt werden.Jens Lichte (SPD)
Bad Segeberg

hat während der drei vergangenen Jahre mit dem Programm „Jugendgerechte Kommunen“ bundesweit für positives Aufsehen gesorgt, erfährt man überall von Offiziellen. Die Koordinationsstelle, die bundesweit diese Projekte betreut, habe Bad Segeberg „ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt“, sagte SPD-Stadtvertreter Jens Lichte den Lübecker Nachrichten. Die Jugendlichen selbst seien zufrieden, sie fühlten sich mit dem Projekt in der Stadt auch politisch stärker einbezogen.

„Das ist super, was Bad Segeberg hier für Jugendliche auf die Reihe bekommt.Thomas Minnerop (Projektleiter)

„Die Basis ist geschaffen, jetzt müssen die Ideen auch umgesetzt werden“, so Lichte. Erkannt habe man, dass in Bad Segeberg vieles an Jugendarbeit nebenher laufe, ohne dass es Absprachen gebe. Warum also nicht Schulsozialarbeit, Jugendkulturarbeit, Jugendbildungsarbeit, Integrationsarbeit und Streetworker stärker zusammenführen? So hat Lichte zusammen mit Projektleiter Thomas Minnerop, Martin Karolczak (Verein für Jugend- und Kulturarbeit) und Ali Evdedurmaz von der Jugendakademie ein Konzept erarbeitet.

Personell werde aufgestockt. Die Stadt bekomme einen zweiten Streetworker dazu. Der werde einerseits die Jugendlichen an Straßen-Brennpunkten mitbetreuen und soll auch im Jugendzentrum mitmachen.

Zwei weitere Fachkräfte soll es für die „Mühle“ geben, die in den vergangenen Wochen krankheitsbedingt nur für einige Gruppen geöffnet sein konnte. Für Lichte ist wichtig, dass es eine Koordinationsstelle für die verschiedenen Aktivitäten geben soll. „Deshalb planen wir ein Jugendbüro, das möglichst in der Innenstadt eingerichtet werden soll“, sagte Lichte.

Bei einer Online-Befragung sei herausgekommen, dass sich 80 Prozent der Jugendlichen in der Innenstadt aufhielten. Geplant sei auf Wunsch und Vorschlag der Jugendlichen nicht nur ein Jugendbüro, sondern auch ein angeschlossenes Café. In der Innenstadt gebe es dafür leerstehende Geschäfte. Thomas Minnerop solle dieses Jugendbüro besetzen und als Ansprechpartner da sein, aber gleichzeitig auch die Jugendarbeit in der Stadt koordinieren. Das sei so mit dem Kinder- und Jugendbeirat und der Stadtschülervertretung besprochen worden.

Thomas Minnerop, der als Projektleiter „Jugendgerechte Kommune“ zum Sprachrohr der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bad Segeberg geworden ist, berichtet, dass die Jugendlichen hauptsächlich am Zob, in der Stadt „abhängen“. Er selbst denke daran, „benachteiligte Jugendliche“, die zum Beispiel zeitweise nicht beschulbar waren oder noch auf eine Ausbildung warteten, im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme im Café einzusetzen. „Wir haben ja auch viele jugendliche Migranten, die man hier ebenfalls beteiligen könnte.“

Jetzt gehe es darum, einen guten Standort fürs Jugendbüro zu finden. Minnerop sieht darin aber keine Konkurrenz zum Jugendzentrum „Mühle“. Im geplanten Café werde es keine großen Veranstaltungen geben. Poetry Slam und Konzerte liefen weiterhin in der „Mühle“. Minnerop: „Ich bin angenehm überrascht. Das ist auch im Bundesvergleich super, was Bad Segeberg hier für Jugendliche auf die Reihe bekommt.“

Von Wolfgang Glombik

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