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Bad Segeberg – ein Standort, der günstiger nicht sein könnte

Bad Segeberg Bad Segeberg – ein Standort, der günstiger nicht sein könnte

Aber nicht alle Mitglieder im Unternehmerverein „Wir für Segeberg“ teilen die positive Sicht – Lob für die neue Vorsitzende Marlis Stagat.

Bad Segeberg. So viele Menschen wie am Donnerstag konnte der Unternehmerverein „Wir für Segeberg“ für eine ganz normale Jahresversammlung schon lange nicht mehr mobilisieren. Nicht nur die Erwartungen sind hoch an den neu gewählten Vorstand, sondern auch die Hoffnungen, dass die neue Vorsitzende Marlis Stagat einen frischen und belebenden Wind durch die Reihen der Geschäftsleute wehen lässt. 26 Mitglieder und acht weitere Gäste waren gekommen.

„Vor einem halben Jahr haben wir hier gestanden und über die Auflösung des Vereins geredet. Und jetzt haben wir eine Frontfrau, die in den letzten Monaten so viel getan hat“, sagte der zweite Vorsitzende Dieter Koep, dem Marlis Stagat das Feld überlassen hatte, „damit die Veranstaltung barrierefrei über die Bühne geht“, wie die Vorsitzende verriet.

Sie lobte besonders die Teams, die hinter ihr stünden. Sie alle zeigten, dass sie ebenfalls nicht untätig geblieben seien. So sei die neue Homepage des Vereins bereits in Arbeit und könne bald online gestellt werden. Die Mitgliederbetreuung sei emsig dabei gewesen, und auch die nächsten Veranstaltungen hätten bereits feste Termine. Reinhard Schweim berichtete von seinen Besuchen der politischen Gremien und ärgerte sich über den Zuschussbedarf so mancher Einrichtungen.

„Da sind viele Dinge, die wir machen können. Aber wir müssen ordnen, was wir machen wollen“, sagte Stagat, die auch auf den Vereinszweck einging. „Alles, was uns und der Stadt gut tut, dürfen wir fördern. Das ist aber auch eine hohe Verantwortung“, betonte sie. Als Verein sei „Wir für Segeberg“ ein Stück weit Mittelpunkt. „Das sind wir alle, und das müssen wir nutzen“, so Stagat, die Bad Segeberg als einen Standort bezeichnete, der günstiger nicht sein könne.

Dabei ging sie auf das Konzept „Barrierefreie Stadt“ ein, für das das Beratungsunternehmen „Cima“ auch Vorschläge zu Aufstellern und Kleiderständern vor den Geschäften gemacht hatte. Dabei jedoch wollen sich die Geschäftsleute nicht gerne etwas vorschreiben lassen. Wie berichtet, führen gegenwärtig Verwaltung und Geschäftsleute kontroverse Diskussionen über die Außenwerbung in der Fußgängerzone. „Wir wollen, dass es bunt bleibt. Was mir gefällt, heißt aber noch lange nicht, dass es anderen gefällt. Das bedeutet auch, dass wir selbst Verantwortung übernehmen müssen. Hat der Nachbar sein Werbeschild zu weit in den Weg gestellt, müssen wir hingehen und mit ihm darüber reden“, sagte Stagat.

Dass der Standort Bad Segeberg günstiger nicht sein könne, sehen nicht alle Vereinsmitglieder so. „In Bad Segeberg ist nicht alles easy“, sagte Jörg Glöckner, für den nicht alles so bleiben kann, wie es ist. „Sonst gibt es uns bald nicht mehr“, gab der Schuh-Händler zu bedenken. Einkaufspassagen in Lübeck und Neumünster – „Wir tun gut daran, Rechts und Links im Blick zu haben, denn auch in Bad Segeberg ist die Frequenz weniger geworden“, sagte Glöckner.

Michael Hänchen, Chef des Segeberger Kaufhauses M & H, sieht es ähnlich: „Mit dem Citti-Park in Lübeck haben wir ein enormes Paket hinzubekommen, das Kaufkraft von Bad Segeberg wegzieht“, so Hänchen, der durch das Cima-Konzept für eine Außengestaltung Nachteile besonders für größere Geschäfte in Bad Segeberg sieht. „Für uns ist es wichtig, dranzubleiben. Wir sind bereit, für gute Vorschläge auch den Schulterschluss mit der Politik zu führen.“

Petra Dreu

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