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Segeberg Bad Segeberg verdient an Parkgebühren jetzt doppelt so gut
Lokales Segeberg Bad Segeberg verdient an Parkgebühren jetzt doppelt so gut
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22:18 05.07.2013

Der Rubel soll rollen, die verarmte Stadt braucht jeden Cent. Mit dieser Begründung wurden die Parkgebühren zu Beginn des Jahres teilweise drastisch erhöht. Bad Segeberg kann nicht, nein es muss seine Bürger schröpfen. Mit Erfolg. Die Einnahmen bei den Parkgebühren haben sich mit der Umstellung verdoppelt, teilte kürzlich Hartmut Gieske vom Ordnungsamt den LN auf Anfrage mit.

Die Mehreinnahmen seien darin begründet, dass jetzt mehr Parkplätze bewirtschaftet werden, Autofahrer also kaum noch auf kostenlose Stellflächen ausweichen können. Die jetzt meist überfüllte Backofenwiese ist noch so eine „Oase“. Dort erlebe man jetzt sein „blaues Wunder“, so Gieske. Andere, früher kostenfreie, Flächen in der Innenstadt hinter der Stadtbücherei, am Winklersgang (154 Stellplätze) und an der B 206-Rampe zur Feuerwehrwache (49 Plätze) wurden mit Parkscheinautomaten ausgestattet. Deren Handhabung scheint aber auch ein halbes Jahr nach dem Start immer noch nicht allen geläufig zu sein. Einer Segebergerin, die nur schnell (zehn Minuten) etwas abholen wollte, gab Gieske kürzlich den Tipp, doch nicht 80 Cent für eine Stunde, sondern nur 20 Cent zu bezahlen.

„Für sie war ich, glaube ich, der Mitarbeiter des Monats.“ Nach einigen Beschwerden wurden die Parkscheinautomaten umprogrammiert. Sie sind jetzt so eingestellt, dass man nach einer Mindestgebühr von 20 Cent auch in Zehn- Cent-Schritten bis zur Höchstparkzeit genau seine persönliche Parkzeit „buchen“ kann.

Seit Anfang des Jahres sind die Gebühren, so Gieske, „geringfügig“ gestiegen. Statt damals noch 50 Cent kostet eine Stunde Parken 80 Cent. Etwas außerhalb der City werden an den neuen Automaten 60 Cent fällig. Und im Ordnungsamt kann man jetzt bequem vom Bürostuhl aus — GPS macht es möglich — noch vor dem Loseilen der emsigen Verkehrsüberwacher genau sehen, ob alle Groschengräber intakt sind. So werden für die Stadt teure Ausfallzeiten vermieden.

Trotz der super Einnahmen muss die Stadt nicht mehr Verkehrsüberwacher einstellen. Gieske: „Da sind wir gut aufgestellt, wir können überall hinschauen.“Er bekomme drei bis vier Anrufe täglich, dass seine Leute auch mal in diese oder jene Straße kommen sollen. Winklersgang und die Flächen an der Feuerwache sind die „Sorgenkinder“, dort werde wenig geparkt. Aber zur Karl-May-Saison ziehe es auch dort an, merkt Gieske.

Doch Parkplatzsuche dürfte es bald nicht mehr geben: Wie berichtet, will die Kirche am Marienhof neue kostenpflichtige Parkplätze einrichten, auch an der Alten Feuerwache sollen neue hin. In Vorbereitung sei das geplante Anwohnerparken an der Lübecker Straße. „Der Bauhof hat die Anweisung bekommen, die Stellplätze zu markieren, auch die neuen Schilder sind schon bestellt“, so Gieske.

Geplant sind Parkplätze nur für Anwohner, Bereiche in denen Anwohner mit Ausweis tagsüber parken können und Stellplätze für alle mit Parkscheibe. Das klingt mächtig kompliziert, sicher werden Politessen — zum Wohle der Stadt — gut zu tun haben.

Wolfgang Glombik

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