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Segeberg Snapchat-Filter auch fürs kleinste Dorf
Lokales Segeberg Snapchat-Filter auch fürs kleinste Dorf
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19:45 30.08.2018
Marian Kaletsch ist ein kreativer Kopf. Die Snapchat-Filter und auch das Logo für die Dahlmannschule sind an seinem Rechner entstanden. Quelle: Petra Dreu
Goldenbek

Fotos und Videos, die über den Instant-Messaging-Dienst „Snapchat“ verschickt werden, lassen sich mit Geofiltern aufpeppen, die nur an dem jeweiligen Ort verfügbar sind, von dem die Nachricht verschickt werden soll. Bislang gab es diese nur in den großen Städten der Welt. Dank des Goldenbeker Schülers Marian Kaletsch (18) sind gerade die kleinen Dörfer im Osten des Kreises Segeberg dabei, die großen Metropolen abzuhängen. Während in Frankfurt vier Geofilter genutzt werden können, sind es im Pronstorfer Ortsteil Goldenbek acht.

Hunderte Snapchat-Geofilter hat der 18-jährige Marian Kaetsch bereits entworfen. Hier eine kleine Auswahl.

Mit Freunden chatten und Fotos, Videos und andere Medien austauschen, die nur eine bestimmte Anzahl von Sekunden sichtbar sind und sich anschließend selbst zerstören: Wer seinen Freundeskreis mit Medien beglücken möchte, ohne kompromittierende Spuren im Netz zu hinterlassen, für den ist „Snapchat“ ein willkommener und kostenloser Instant-Messaging-Dienst, der besonders bei Jugendlichen angesagt ist, die ihre kurzlebigen Beiträge gerne mit Filtern aufpeppen. Wer seinen Freunden auf den ersten Blick zeigen möchte, wo er sich gerade befindet, nutzt die sogenannten Geofilter.

Je nachdem, wo man sich gerade aufhält, legt sich mit einem Wisch nach links oder rechts auf dem Smartphone ein Filter mit dem jeweiligen Ortsnamen über das Foto oder Video, das man gerade verschicken will. „Solche Filter sind ortsspezifisch und nur in einem bestimmten Gebiet verfügbar“, erzählt der 18-Jährige, der sich nicht damit abfinden wollte, dass solche Filter nur den großen Städten vorbehalten waren. „Viele meiner Freunde wohnen in den Dörfern rund um Bad Segeberg. Bei ihnen habe ich abgefragt, wer einen Geofilter für sein Dorf haben möchte. 50 haben sich gemeldet und dann habe ich losgelegt.“

Was ist Snapchat?

Über „Snapchat“ können Nachrichten und Medien an einen begrenzten Nutzerkreis verschickt werden. Jeder Empfänger kann diese nur einmal für Sekunden ansehen, bevor sich die Daten selbst zerstören. Auf der Kommunikationsplattform für die Smartphone-Betriebssysteme Android und Ios sind weltweit täglich 188 Millionen Nutzer unterwegs

Einfach mal eben eine Grafik erstellen und zu Snapchat hochladen, geht jedoch nicht. „Für die Filter gibt es vorgegebene Gestaltungskriterien. Nur was von Snapchat abgesegnet und autorisiert wird, ist dann auch verfügbar“, weiß der junge Mann. Warum manche Entwürfe abgelehnt werden und manche nicht, hat sich ihm bislang aber noch nicht ergründet. Von seinen mittlerweile 1270 Entwürfen haben es dennoch immerhin 774 auf die Nachrichten-Plattform gebracht.

Zumindest was diese Filter angeht, haben die kleinen Dörfer im Kreis Segeberg selbst Weltmetropolen bereits hinter sich gelassen. „Frankfurt hat vier Geofilter, Goldenbek hat acht“, erzählt der Schüler der Dahlmannschule mit einem verschmitzten Lächeln. Seiner Schule hat er neben dem offiziellen Logo eine weitere Variante übergestülpt, die dabei ist, das alte Logo zu verdrängen. Mittlerweile ist es auf T-Shirts und Aufklebern zu finden – und natürlich auch als Filter bei Snapchat. „Der Filter der Dahlmannschule ist bereits 106500 mal angesehen und fast 5000 mal benutzt worden“, freut sich der Zwölftklässler.

Die Zahlen seiner 774 autorisierten Filter können sich laut Snapchat-Statistik sehen lassen: 320 Millionen mal wurden sie aufgerufen und 25,1 Millionen mal verschickt. Anfragen für neue Filter bekommt er viele. „Ich mache das, weil es mir Spaß macht und die Leute es cool finden“, erzählt Marian Kaletsch, der nicht nur als Designer talentiert ist, sondern Freitagabend als Rapper auf der Bühne der Segeberger Kalkberg-Oase stehen wird.

Petra Dreu

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