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Segeberg Bad Segeberger Schwimmhalle ein Fass ohne Boden?
Lokales Segeberg Bad Segeberger Schwimmhalle ein Fass ohne Boden?
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21:12 16.09.2016

Wie geht es weiter mit dem Bad Segeberger Hallenbad? Wie berichtet, stehen enorme Sanierungskosten von über einer Million Euro an, gleichzeitig weiß die Stadt gar nicht, ob sie finanziell überhaupt noch in der Lage sein wird, das Bad weiterhin zu betreiben. Die 850 000 Euro Unterhalt jährlich, Tendenz steigend, kann die Stadt nicht mehr tragen.

„Wir müssen spätestens im nächsten Jahr im Bad eine Kellerwand sanieren, die durchfeuchtet ist“, teilte Bauamtsleiterin Antje Langethal den Mitgliedern im Bauausschuss mit. Das mache „die Zeit der Entscheidungsfindung sehr knapp“. 370 000 Euro würden 2017 für die dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten benötigt. Bis Ende des Jahres könne man noch Fördermittel für Schwimmsport beantragen, hier bekäme man für die gesamte, über eine Million Euro teure Maßnahme, maximal 250 000 Euro.

Wolle man künftig ein Schwimmbad nur für Schul- und Vereinssport oder noch ein attraktives Bad für Jedermann anbieten? Auch das müsse von der Politik diskutiert werden.

Annelie Eick (Grüne) sprach von einem „enormen Investitionsstau“. Warum habe es so lange gedauert, bis die Stadt endlich gemerkt habe, dass die Fundamentwände mit ihrer tragenden Funktion feucht seien, fragte sie kritisch nach. Eick: „Wir haben vor Jahren dieses Schwimmbad schon einmal für über eine Million Euro saniert.“Damals wurde es noch von der inzwischen aufgelösten Mittelzentrumsholding geführt. Langethal betonte, dass das Hallenbad ja erst vor gar nicht so langer Zeit wieder von der Stadt übernommen worden ist. Als verantwortliche Trägerin habe man jetzt eine Bestandsaufnahme vorgenommen. Mit einem 1,2 Millionen-Kredit seien 2006 die Fenster renoviert worden. Auch der Imbiss im Vorraum, den man jetzt am liebsten zurückbauen würde, sei damals errichtet worden, ebenso wie die Umkleideräume. „Doch die Probleme, die wir heute haben, sind damals nicht angegangen worden“, gestand sie ein.

Joachim Wilken-Kebeck (SPD) mahnte an, dass man das Problem der laufenden Kosten nicht mehr vor sich herschieben dürfe. Und Wolfgang Juhls (Unabhängige) fragte in die Runde, ob man angesichts der Finanzlage der Stadt für die marode Schwimmhalle überhaupt noch 370 000 Euro ausgeben dürfe. Langethal kündigte zu den anstehenden Haushaltsberatungen eine „Gesamtvorlage“ zum Bad Segeberger Sorgenkind an. Grundsatzfragen könnten dann ausdiskutiert werden.

wgl

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