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Segeberg Das Leichtathletikstadion wird runderneuert
Lokales Segeberg Das Leichtathletikstadion wird runderneuert
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18:15 08.01.2019
Helmut Lenz, Spartenleiter für Leichtathletik beim SC Rönnau will in Bad Segeberg wieder Stabhochsprung im Freien etablieren. Quelle: LN-ARCHIV
Bad Segeberg/Klein Rönnau

Hier sollen bald wieder große überregionale Leichtathletikfeste stattfinden: Der SC Rönnau 74 drängt darauf, dass die Sportanlage an der Bad Segeberger Burgfeldstraße aufgewertet wird. Sogar eine Stabhochsprunganlage soll auf dem Platz, der auch von den Schulen genutzt wird, wieder errichtet werden. Treibende Kraft dafür ist der SC-Spartenleiter für Leichtathletik, Helmut Lenz, der in den politischen Gremien mit viel Überzeugungskraft die Stadtpolitiker für die Sache gewann. Die sogenannte B-Anlage soll mit einfachen Mitteln für den großen Sport fit gemacht werden.

Der Begriff „B-Anlage“ sagt nichts über den baulichen Zustand aus, meint vielmehr, dass hier sechs Laufbahnen eingerichtet sind. Noch in den 80er Jahren soll es auf dem Platz auch noch eine Stabhochsprunganlage gegeben haben. Die Anlage war irgendwann kaputt und wurde entsorgt. Seitdem gibt es keinen Stabhochsprung im Freien mehr in Bad Segeberg. An frühere glorreiche Zeiten möchte Lenz wieder anknüpfen, zumindest Kreis-Leichtathletik-Feste soll es hier bald wieder geben. Das letzte größere Turnier dieser Art fand in Bad Segeberg vor etwa 15 Jahren statt.

Eine Stabhochsprunganlage gibt es noch in der Kreissporthalle, doch deren Aufbau kostet bei den eng bemessenen Trainingszeiträumen in der Halle einfach viel zu viel Zeit. Als die Sparkasse in der Kreissporthalle noch die ganz großen Turniere sponserte, hatte hier ein britischer Sportler die 5,81 Meter übersprungen, erinnert sich Lenz. Der Weltrekord liegt bei Männer derzeit bei 6,16 Metern.

Nun habe die Vereinsführung bei dem Schulleiter des Berufsbildungszentrums, Heinz Sandbrink, erreicht, dass man die derzeit kaum genutzte Stabhochsprunganlage der Halle als Dauerleihgabe für den Sportplatz bekomme. Darüber müsse nur noch eine schriftliche Abmachung getroffen werden, so Lenz. Für den Betrieb der Anlage ist eine Aluminiumabdeckung für die über 30 Quadratmeter große Matte unerlässlich. Hier haben sich Ausschüsse und Stadtvertretung bereit erklärt, 6000 Euro für die Abdeckung beizusteuern. Der fahrbare Eisen-Aluminiumdeckel ist notwendig, um die extrem dicke Stabhochsprung-Matte nicht nur vor Wind und Wetter, sondern auch vor Nagetieren und Vandalismus zu schützen. Lenz plädiert auch dafür, dass die Laufbahnen gereinigt werden, auch sollen auf dem Platz wieder Stromanschlüsse verlegt werden. Der Diskusabwurfplatz müsse saniert werden, auch gehöre eine Geräte-Garage an den Platz, zur Unterbringung von Sportgeräten.

Die Sportanlage an der Burgfeldstraße – sie gehört dem Schulverband – soll wieder ein vollwertiges Leichtathletikstadion werden. Quelle: GLOMBIK

Ärgerlich: Bei den Bauarbeiten für den benachbarten Eintracht-Platz sei das Stromkabel von Bauarbeiten gekappt worden. Klar ist für Lenz: „Wenn dort Leichtathletikwettkämpfe wieder stattfinden sollen, muss man auch eine elektronische Zeitmessanlage anschließen können.“ Er wolle „keine Hochgeschwindigkeitsanlage daraus machen, aber Zeitnahme mit der Stoppuhr? Das macht heute kein Mensch mehr“.

In Bad Segeberg und Umgebung hat der SC Rönnau mit seiner Leichtathletiksparte ein Alleinstellungsmerkmal. Lenz: „Das führt dazu, dass wir regen Zulauf haben, den wir gar nicht bedienen können. So müssen teilweise Wartelisten eingeführt werden. Wenn beim Training der Jüngsten bis zu 70 Kinder in der Kreissporthalle trainierten, sei die Kapazität am Ende.“

Die U16-Neunkampfsportler vom SC seien im vergangenen Jahr mit großem Vorsprung Landesmeister geworden, und zählten hier auch bundesweit zur Spitze. Ein Beispiel: Ein 14-Jähriger aus Klein Rönnau schaffte im Stabhochsprung 3,40 Meter.

Bauamtsleiterin Antje Langethal bestätigte, dass ein neuer Diskus-Ring und der Schutzzaun dafür schon geliefert worden seien. Sie kündigte an, dass die Laufbahnen im Frühjahr gereinigt und neue markiert würden. „Es wäre wirklich schön, wenn dort bald wieder große Sportveranstaltungen stattfinden können.“

Wolfgang Glombik

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