Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Bad Segebergs neuer Stadtteil ist komplett — aber keiner kommt
Lokales Segeberg Bad Segebergs neuer Stadtteil ist komplett — aber keiner kommt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:46 15.04.2016
Keine Flüchtlinge in der Landesunterkunft: Aus der Vogelperspektive wird deutlich, wie groß die Container-Stadt im Levo-Park ist. Quelle: K. Wilkening

Die Verhandlungen des Landes mit Hamburg zur Übernahme von Flüchtlingen liefen gestern noch. Ausgang ungewiss. Eine Entscheidung sei nicht sofort zu erwarten, es werde auf mehreren Ebenen verhandelt, erklärte Patrick Tiede, Sprecher des Innenministeriums auf Nachfrage der Lübecker Nachrichten.

„Wir machen unsere Hausaufgaben.“ Sven Borchers,Levo-Park

Angesichts sinkender Flüchtlingszahlen bereitet sich, wie berichtet, Schleswig-Holstein auf eine Verringerung der Erstaufnahmekapazität vor. Nicht mehr benötigte Einrichtungen sollen zunächst aber weiter bereitgehalten werden, um auf ein erneutes Ansteigen der Zahlen schnell reagieren zu können. Derzeit sind rund 30 Prozent der 12400 Plätze in den 14 Erstaufnahme- beziehungsweise Landesunterkünften belegt. Die neue Landesunterkunft Levo-Park stehe derzeit nicht auf der Liste der zu schließenden Unterkünfte. „Aber die Realisierung des Levo-Parks hängt maßgeblich davon ab, ob Hamburg Bedarf hat, Flüchtlinge abzugeben“, teilte Tiede mit. Das sei die entscheidende Frage. Wenn Hamburg signalisiere, dass es keinen Bedarf habe, sei es offen, ob das Land überhaupt noch den Levo- Park zur Unterbringung benötige. Tiede: „Im Frühsommer wollen wir uns die Flüchtlingszahlen anschauen und die Prognosen abwarten, dann wird entschieden, wie es weitergeht.“ Das Innenministerium gehe aber davon aus, dass Hamburg 1000 bis 1500 Flüchtlinge abgeben möchte.

Auch bei Sven Borchers, Geschäftsführer im Levo-Park, ist nichts bekannt. „Wir machen unsere Hausaufgaben und harren der Dinge. Die Umbauten im Norden des Parks für die Landesunterkunft seien noch nicht ganz abgeschlossen. Im Auftrag des Landes baut der Levo-Park dort zwei große Kompaniegebäude an der Landesunterkunft um — zu Büroräumen und Ärztezimmern. Dort sollen auch Seminarräume untergebracht werden. Borchers: „Wir vom Levo-Park haben teilweise die Infrastruktur geliefert und sind noch dabei, einige Gebäude umzubauen.“ Aus der großen Sporthalle wurden Kantine und Cateringbereich. Dort werde gerade der neue Fußboden verlegt. Auch der Kindergarten und die Polizeistation seien fix und fertig. Borchers: „Wir sind bereit.“ Die kleine Stadt steht und wartet nur noch auf ihre Bewohner. . .

Von Wolfgang Glombik

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige