Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Bad Segebergs neues Bauzentrum
Lokales Segeberg Bad Segebergs neues Bauzentrum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:34 13.09.2017
Bisher ist es das größte Bauvorhaben in Bad Segebergs neuem Gewerbegebiet Burgfelde. Im Frühjahr, spätestens im Sommer 2018, soll es fertiggestellt sein. Von der neuen Kaiser-Lothar-Allee aus wird man auf das Gelände des Bauzentrums Hass+Hatje gelangen.
Bad Segeberg

Es ist Pionierarbeit im neuen, gerade frisch erschlossenen Gewerbegebiet. Platzhirsch ist hier ab sofort die Hass+Hatje GmbH. Seit etwa zwei Wochen liege die Baugenehmigung vor, jetzt beginnen die Bauarbeiten, berichtet Geschäftsführer Ralf Lüthje den LN auf Anfrage. Ein Bagger wühlt sich auf weiter Flur durch den nassen Lehmboden, pult mit der Schaufel Findlinge aus dem Erdreich. Am 29.

Es werden Millionen an Investitionen: Auf 25 000 Quadratmetern entsteht im neuen Gewerbegebiet Segebergs größter Baustoffhandel. Nach Fertigstellung im kommenden Jahr möchte Hass+Hatje auch den Hagebaumarkt an der Rosenstraße auf erweiterter Fläche neu aufbauen.

1933 gegründet

Die Hass+Hatje GmbH hat nach eigenen Angaben heute an allen Standorten 352 Mitarbeiter und bildet derzeit 21 junge Leute aus.

Das Unternehmen wurde 1933 durch Agnes und Emil Hatje sowie Ernst Hass als Baustoff- und Kohlenhandel in Rellingen gegründet.

September soll hier Grundsteinlegung sein. Ein wichtiger Tag nicht nur für den Familienbetrieb, der in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern fünf Bauzentren und zwölf Hagebaumärkte führt. Denn es wird gleichzeitig der Startschuss sein für die Besiedlung des neuen, großen Gewerbegebiets Burgfelde, das die Stadt derzeit mit großem finanziellen Aufwand erschließt.

Im Frühjahr nächsten Jahres solle das Projekt – gesetzt den Fall, es gibt einen milden Winter – fertiggestellt sein. Die Halle des Bauzentrums soll 4000 Quadratmeter groß werden, das Verkaufsgebäude werde eine Grundfläche von 1500 Quadratmetern haben und zweigeschossig gebaut, erzählt Lüthje.

Auch wenn es in der Umgebung Bad Segebergs zum Beispiel mit Obi Konkurrenz gibt – Lüthje ist überzeugt von dem Standort Bad Segeberg: „Wir haben sehr viele Handwerker, aber auch Privatleute, die bei uns einkaufen.“ Dabei funktioniert Hass+Hatje offenbar schon jetzt als Zugnummer. Denn für viele Handwerksbetriebe und Unternehmen aus der Baubranche erscheint es geradezu ideal, in der Nachbarschaft gleich den passenden Baustoffhandel zu haben. Da gab es im neuen Gewerbegebiet schon Reservierungen für Grundstücke, erfuhren die LN.

Die Regale im Außenbereich für Baustoffe werde man sukzessive erweitern. Das Baugenehmigungsverfahren war kompliziert: Ein wichtiges Thema seien die Fledermäuse gewesen. Ein besonderes Lichtkonzept musste für die geschützten Tiere entwickelt werden. Lüthje: „Wir sind froh und dankbar, dass wir jetzt loslegen können.“ Begrenzt wird das Firmengelände auf östlicher Seite vom Nelkenweg, einem Knick-Redder, der als Fußweg genutzt werden soll. Der Haupteingang zum neuen Bauzentrum liegt an der Kaiser-Lothar-Allee gegenüber der Einmündung in die Graf-Gerhard-Straße.

„Heutzutage ist Logistik wichtig, die Transporter, Lastwagen müssen schnell abgefertigt werden, gleichzeitig soll sich der Kunde wohlfühlen“, sagt Lüthje. Und auch wenn es mit der Fertigstellung des Projektes im Frühjahr nicht klappen sollte, sei das nicht schlimm. Lüthje: „Wir sind nicht in Zeitnot, nur einen Kilometer entfernt ist ja unser derzeitiger Standort, der gut funktioniert.“

Der wurde übrigens schon 1981 in Bad Segeberg gegründet und ist heute schon wegen der Enge des Grundstücks nicht mehr zeitgemäß. In dem vergleichsweise kleinen Hagebaumarkt wird sich bald alles ändern. Ist der Hass+Hatje-Baustoffhandel von gegenüber zur Kaiser-Lothar-Allee umgezogen, soll an der Rosenstraße alles umgekrempelt werden. Ein neuer Baumarkt für Heimwerker soll entstehen.

Dafür gebe es aber noch keine fertige Planung, schränkt Geschäftsführer Lüthje ein. Noch sei man mit dem Architekten in Gesprächen.

Das Terrain für die Expansion ist jedenfalls vorbereitet. In der Nachbarschaft an der Rosenstraße hat man das Grundstück des Landmaschinenhandels Meifort, der inzwischen bei Fahrenkrug sein Domizil hat, aufgekauft. Auch das Gelände des früheren Fahrradhandels sei dazugekauft worden, berichtet Lüthje. Es gebe also reichlich Platz für den neuen Heimwerkermarkt. Wie groß man letztlich bauen werde, richte sich hier nach einer Marktanalyse. Klar sei, dass man bei derartiger Expansion mehr Personal einstellen werde.

Wolfgang Glombik

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

50 Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG hat die Gemeinde Gönnebek bereits 2014 erworben und damit 14 399 Euro Netto-Dividende allein in 2016 erwirtschaftet. Nun fasste der Gemeinderat am Montag einen Grundsatzbeschluss, weitere Aktien zu erwerben.

13.09.2017

Für insgesamt 1,9 Millionen Euro – samt technischer Innenausstattung – ist am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Bad Segeberg ein Anbau für die Berufe der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik entstanden. Mittwochvormittag wurden die neuen Räume eingeweiht.

13.09.2017

Am Wochenende ist Landmarkt in Traventhal.

13.09.2017
Anzeige