Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Bald Brunnen-Patenschaften für Bad Segeberg?
Lokales Segeberg Bald Brunnen-Patenschaften für Bad Segeberg?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:27 23.10.2013
Gabriel Bordoni erkundigte sich nach der längst inVergessenheit geratenen „Stadt der Brunnen“. Immerhin sollen einige defekte Brünnlein bald wieder fließen.
Bad Segeberg

Die Tagesordnung der Einwohnerversammlung im Bad Segeberger Bürgersaal versprach eigentlich nur „Schwarzbrot“: Über die Zukunft der Mittelzentrumsholding sollten die 60 Bürger aufgeklärt werden, auch über die Erhebung der Schmutzwassergebühr. Die EWS, die virtuellen Stadtwerke Bad Segebergs, stellte ihre aktuelle Situation vor. Und dennoch war es vorgestern unter Leitung der stellvertretenden Bürgervorsteherin Kirsten Tödt eine Einwohnerinfo, auf der viel gelacht und auch diskutiert wurde.

Da gab es die Anfrage eines Taxifahrers, der sich über fehlende öffentliche Toiletten in Bad Segeberg während der Nachtstunden beklagte. Die sonst zugänglichen „Netten Toiletten“ in den Gaststätten wären längst geschlossen, wenn er ein Bedürfnis verspüre. „Ist Wildpinkeln in Bad Segeberg erlaubt?“ Die Stadt konnte ihm da nicht helfen. Öffentliche Toiletten, die nachts geöffnet seien, würden sofort dem Vandalismus zum Opfer fallen. Da habe man reichlich schlimme Erfahrungen gemacht. Bauamtsleiterin Antje Langethal berichtete aufmunternd aus eigenem Erleben, wie sie kürzlich in Lübeck eine der auch dort verbreiteten „Netten Toiletten“ genutzt hatte. „Das hat alles prima geklappt.“

Ganz verwundert waren alle Beteiligten, dass es nach dem ausführlichen und schlüssigen Bericht der Bauamtsleiterin zu den Kostensteigerungen beim Bau der Seepromenade nicht eine klitzekleine Nachfrage gab. Wie berichtet, war nach einem verspäteten Bodengutachten festgestellt worden, dass der in den See hinaus geplante große Steg wegen des weichen Untergrunds nur mit Riesenaufwand hätte gebaut werden können. Die verspätete Ausschreibung zu Stegen und Uferbefestigungen erbrachte später wesentlich schlechtere Ausschreibungsergebnisse als erwartet. Dafür habe die Stadt aber bei anderen Baumaßnahmen, wie den Parkplätzen, meist weniger bezahlt als vorher geschätzt. Angesichts der großen Aufregung, die es vor Tagen dazu noch in den politischen Gremien bis hin zu persönlichen Beleidigungen gegeben hatte, herrschte Einverständnis. Langethal: „Gibt es dazu noch Fragen?“ — Stille. — Langethal: „Damit habe ich nicht gerechnet.“

Gabriel Bordoni fragte die Stadtverwaltung, wie es denn um den Ruf Bad Segebergs als „Stadt der Brunnen“ stünde. Unter dem damaligen Bürgermeister Jörg Nehter hatte die Stadt in den neunziger Jahren zahlreiche Brunnen aufgebaut. Die seien jetzt teilweise nicht mehr funktionstüchtig oder in Vergessenheit geraten. Für die Reparatur des zerstörten Gänseliesel-Brunnens habe sich ein Restaurateur gefunden, berichtete die Stadtverwaltung. Der habe allerdings noch andere Aufträge. Das dauere noch. Mit der Künstlerin, die für den Janus-Brunnen vor der Volksbank das Urheberrecht habe, sei man inzwischen einig geworden. Der Brunnen werde repariert, das Wasser im nächsten Jahr wieder laufen, versprach Langethal. Gabriel Bordoni regte an, doch „Brunnen-Patenschaften“ mit Bad Segebergern zu gründen. wgl

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Unternehmerverein Wir für Segeberg (WfS) geht unter Wasser — ohne dabei nass zu werden.

23.10.2013

So ‘was erleben die Polizisten der Segeberger Direktion auch nicht alle Tage: Ein Plastikpfeil mit einer Metallspitze, wie er mit Blasrohren verschossen wird, steckte in der Stoßstange eines Audi, ...

23.10.2013

Eltern und Angehörige der Opfer hörten die Urteilsbegründung unter Tränen. 30-jähriger Erzieher aus Norderstedt kommt um ein Berufsverbot herum.

23.10.2013