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Segeberg Bald Sanierung der B 432 in Klein Rönnau
Lokales Segeberg Bald Sanierung der B 432 in Klein Rönnau
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12:17 21.07.2016
Nichts geht mehr, und das schon seit Wochen auf der Bundesstraße 432, Richtung Ostsee. Vom kommenden Montag an wird die Wensiner Kreuzung für fast zwei Wochen komplett gesperrt, weil der Kreuzungsbereich saniert wird. Quelle: Kullack

 Zur Gemeindevertretersitzung am Dienstag war Bauingenieur Marc Neumann vom Landesbetrieb Straßenbau in Lübeck gekommen, der für die Deckensanierung auf der gesamten Strecke zuständig ist. Auch Vertreter der Lübecker Baufirma Kemna waren präsent.

Zurzeit wird noch im Bereich zwischen Warderdamm und Gnissau gearbeitet (siehe Infotext), was dazu führen wird, dass ab Montag die ganze Kreuzung nach Wensin gesperrt ist. Ende August ist dann Klein Rönnau an der Reihe, und zwar in drei Bauabschnitten: der erste bis zur Kreuzung Plöner Eck, dann bis zur Einmündung Chausseebaum und schließlich bis zum Ortseingang von Bad Segeberg. Genaue Zeitpläne konnte Marc Neumann noch nicht nennen, da man sich im Landesbetrieb noch in dieser Woche zwischen zwei Alternativen entscheiden will, um unnötig lange Vollsperrungen zu vermeiden. „Begonnen wird aber in jedem Fall noch in den Ferien, weil dann der Busverkehr nicht so stark ist wie zu Schulzeiten“, erklärte Neumann. Für die gesamte Baumaßnahme müsse man davon ausgehen, dass sie von Ende August bis Anfang Oktober dauert.

Während der Vorarbeiten, so der Bauingenieur, werde man mit halbseitigen Straßensperrungen auskommen: „Vollsperrungen brauchen wir nur während der eigentlichen Fräsarbeiten.“ In diesem Fall werden halbtags oder tageweise einige Anlieger ihre Grundstücke nicht per Auto erreichen können. „Es kann also sein, dass jemand seinen Wagen abends besser 200 Meter vor seinem Grundstück parkt“, erklärte Neumann. Die Straßenbaufirma Kemna werde betroffene Anlieger in solchen Fällen rechtzeitig informieren, außerdem würden rechtzeitig Presseerklärungen herausgegeben.

So richtig kritisch wird es dann, wenn der letzte Abschnitt vor Bad Segeberg an der Reihe ist. Dann müssen die Autofahrer mit weiträumigen Umleitungen rechnen. Aus Richtung Ostsee nach Bad Segeberg (respektive für die Hamburger Ostsee-Heimkehrer am Wochenende) werde der Verkehr über Gnissau, die L 69, Berlin und das Damsdorfer Kreuz auf die A 21 umgeleitet. In der Gegenrichtung, also in Richtung Ostsee, verläuft die Umleitung über die B 206, die A 20 bis zur Abfahrt Geschendorf, die L 69 und Goldenbek, Strenglin und Pronstorf.

Wie die LN berichteten, hatte Pronstorfs Bürgermeisterin Bettina Albert bereits gegen diese Linienführung protestiert, weil die L 69 nicht geeignet sei, so viel Verkehr plus Ernte- und Schwerlastverkehr aufzunehmen. Erreicht haben die Pronstorfer immerhin, dass jetzt der Zustand der Banketten dokumentiert worden ist.

In Klein Rönnau kritisierte niemand die Gesamtbaumaßnahme, manche der über 60 Bürger hatten aber zahlreiche Detailfragen. So erfuhr man vom Bauingenieur und den Firmenvertretern, dass „Splittmastix“ausgebracht werde – ein Stoff, der geräuschdämmender sein soll als normaler Asphalt. Die Feuerwehr, so ein weiterer Einwand, könne weiterhin den Brandschutz garantieren: „Im Rettungsfall darf natürlich gefahren werden“, sagte Marc Neumann. Manche Bürger haben auch die Hoffnung, dass die bei der Sanierung davor „verrutschten“ Kantsteine wieder angeglichen werden.

Ab nächster Woche gelten weiträumige Umfahrungen

Ab Montag, 25. Juli, sei es nötig, die Wensiner Kreuzung im Verlauf der B 432 voll zu sperren. Das teilt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck mit. Die Sperrung werde bis Freitag, 5. August, dauern.

Die schon bisher ausgeschilderten, weiträumigen Umleitungsstrecken gelten weiterhin, sagt der Landesbetrieb:

von Scharbeutz in Richtung Bad Segeberg ab Kreuzung Gnissau über Berlin und Seedorf bis Damsdorf, von dort über Tensfeld nach Klein Rönnau;

von Bad Segeberg in Richtung Scharbeutz/Ostsee über die A 20 bis zur Anschlussstelle Geschendorf, dann über Pronstorf und Strenglin.

Bereits in den vergangenen Tagen haben Ostkreis-Anwohner beobachtet, dass sich längst nicht alle Autofahrer an die langen Umfahrungen halten – auch „Navis“ kennen Schleichwege.

 Lothar Hermann Kullack

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