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Bald rollt der Ball auf Leezens Kunstrasen

Leezen Bald rollt der Ball auf Leezens Kunstrasen

Fast fertig ist der Kunstrasenplatz des Leezener Sportclubs (LSC). Seit 2009 läuft die Planung, seit 2016 steht die Finanzierung; rund 470 000 Euro sind veranschlagt. Nun ist das Ende der Bauarbeiten in Sicht, die Kunstrasenbahnen liegen. Am 3. November findet dort das erste Punktspiel statt.

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Verlegen eine der letzten Bahnen: Anton Oßwald, Zoltan Varga und Timo Lehmkühler (v.l.) von der Firma Sport Tartemann aus Recklinghausen.

Quelle: Fotos: Domann

Leezen. Grüne Polypropylenfasern glitzern in der Sonne. Der Fußballplatz des LSC hinter dem Schulzentrum ist komplett mit Kunstrasen ausgelegt. Schmale Streifen sind herausgeschnitten, werden durch weiße Gewebebahnen ersetzt. Es sind die Spielfeldlinien, die sich wie überdimensionale Pelzstolen im Grün räkeln. „Die Jugend-Linierung ist in blau, auch die Stücke werden eingeklebt“, erklärt Anton Oßwald von der Firma Sport Tartemann, die für die Verlegung des Kunstrasens zuständig ist.

LN-Bild

Fast fertig ist der Kunstrasenplatz des Leezener Sportclubs (LSC). Seit 2009 läuft die Planung, seit 2016 steht die Finanzierung; rund 470 000 Euro sind veranschlagt. Nun ist das Ende der Bauarbeiten in Sicht, die Kunstrasenbahnen liegen. Am 3. November findet dort das erste Punktspiel statt.

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Vier Meter breit sind die Kunstrasenrollen, pro Rolle sind 65 Meter Kunststoffgewebe aufgewickelt. 26 Rollen haben Oßwald und seine beiden Kollegen Timo Lehmkühler und Zoltan Varga seit Montag verlegt. 101 mal 65 Meter sind die Außenmaße, das Spielfeld misst 97 mal 62 Meter. „Für uns war ein Verletzungsschutz wichtig, deshalb haben wir uns für den Randstreifen mit Kunstrasen entschieden“, erzählt Projektleiter Andreas Krohn. Gemeinsam mit Lars Dettmering, Dieter Kaben und Tim Rode vom Vorstand sowie Dirk Hummel sind sie das Projektteam „Kunstrasen“ beim LSC.

Um den Kunstrasenplatz spieltauglich zu machen, muss er noch verfüllt werden. „Das dient der Standfestigkeit, und der Rasen erhält dadurch die geforderten fußballspezifischen Eigenschaften“, erklärt Oßwald. Vier Zentimeter lang sind die Kunstgrashalme, nach der Verfüllung mit einem Quarzsand-Kork-Gemisch wird noch ein Zentimeter herausschauen. 150 Tonnen Sand und 13 Tonnen Kork werden in der kommenden Woche in das Kunststoffgewebe eingebürstet. Voraussetzung dafür ist Trockenheit. Ist der Kunstrasen noch nass oder regnet es, fließt der Sand, dann ist ein Arbeiten nicht möglich. „Wir haben uns bewusst für das Naturprodukt Kork entschieden“, erzählt Krohn. Denn dann sei später die Entsorgung einfacher. Ist der Kunstrasen fertig, wird er jede Woche gebürstet, damit das Granulat wieder gleichmäßig verteilt wird und die Fasern sich aufstellen können. Alle zwei Jahre wird eine Reinigung des Granulats erfolgen.

Mit dem Kunstrasen seien dann konstant gute Trainingsmöglichkeiten bei allen Witterungsbedingungen gegeben, so Krohn. Auch könne viel mehr trainiert werden: Sei ein Rasen 800 Stunden bespielbar, seien es bei einem Kunstrasen 2000 Stunden, sagt Krohn, und hofft, dass die guten Trainingsmöglichkeiten Ansporn für Kinder und Jugendliche sind, Fußball im LSC zu spielen.

470 000 Euro sind für den Kunstrasenplatz veranschlagt. Die Kosten teilen sich der Kreis Segeberg (60 000 Euro), der Landessportverband (50 000 Euro), die Gemeinde Leezen (150 000 Euro) und der Leezener SC (210000 Euro). Eine Menge Geld für den Verein, der einen Kredit über 60 000 Euro aufgenommen hat. Etwa 16 000 Euro konnte der Verein durch Eigenleistung sparen, weil Vereinsmitglieder, Freunde und Sponsoren die Erdarbeiten übernommen hatten (die LN berichteten). „Darauf bin ich stolz, das war super“, betont Krohn. Auch zahlreiche Sponsoren hat der Verein durch Patenschaften für das Spielfeld gewinnen können. Noch können Patenschaften für Parzellen ab 200 Euro übernommen werden.

Weitere Infos unter www.leezener-sc.de/kunstrasen-projekt/

 Von Silvie Domann

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