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Segeberg Barrierefrei Bahn fahren mit der AKN
Lokales Segeberg Barrierefrei Bahn fahren mit der AKN
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20:26 09.01.2016
AKN-Vorstand Wolfgang Seyb sieht den von Schleswig-Holstein und Hamburg betriebenen Umschwung auf die S-Bahn durchaus kritisch.

Eine wahrhaft historische Zugparade präsentierte jetzt das Bahnunternehmen AKN: Nebeneinander aufgereiht standen Triebwagen-Generationen vom längst ausgemusterten „Uerdinger Schienenbus“ aus den 1950er Jahren bis zum nagelneuen LINT 54, von denen die AKN zum Fahrplanwechsel 14 neue Fahrzeuge für 60 Millionen Euro angeschafft hat.

LINT — die Abkürzung für „Leichter innovativer Nahverkehrstriebwagen“, so AKN-Vorstand Wolfgang Seyb. Die neuen Fahrzeuge, die sei Weihnachten auf der Strecke Bad Bramstedt - Kaltenkirchen - Ulzburg - Ellerau - Eidelstedt im Einsatz sind, hätten sich nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten bereits im Alltag bewährt. So habe der neue 54 Meter lange Doppeltriebwagen t die bisher herausragende Pünktlichkeitsquote von 98 Prozent zunächst auf den Landesdurchschnitt von 93 Prozent gesenkt. Das liege daran, dass die neuen Triebwagen des Herstellers Alstom aus Salzgitter nur noch über vier Türen verfügen und diese sich nun langsamer öffnen und schließen ließen als die in den alten Fahrzeugen: „Diese Anfangsschwierigkeiten sind aber inzwischen behoben.“

Mit den neuen LINT-Wagen könnten die Fahrgäste nun auch erstmals barrierefrei in die AKN-Züge einsteigen, was besonders Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen freuen dürfte, erklärte Vorstand Seyb. Im neuen Fahrplan sei genau ausgewiesen, für welche Fahrten dies gelte. Montags bis freitags ist dies bei drei von vier Fahrten möglich. Allerdings würden die Wagen ausschließlich auf der A1-Strecke zwischen Neumünster und Eidelstedt eingesetzt. Von Ulzburg nach Norderstedt-Mitte führen weiterhin die alten Fahrzeuge des Typs VTA aus den 1990er Jahren.

Daran werde sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, kündigt Seyb an: „Wir wollten die modernen barrierefreien Triebwagen dort einsetzen, wo wir die meisten Fahrgäste haben. Und das ist nun einmal auf der A1-Linie.“ 70 Prozent der jährlich zehn Millionen Fahrgäste der AKN würden auf dieser Strecke nach Hamburg pendeln. Nachteil der neuen dieselmechanisch betrieben Fahrzeuge sei allerdings, dass sie anders als ihre dieselelektrischen Vorgängermodelle wegen der fehlenden elektrischen Antriebsmöglichkeit nicht zum Hamburger Hauptbahnhof durchfahren könnten. Die LINT-Wagen müssen also in Eidelstedt Halt machen und wieder umkehren. Die zwei morgendlichen Fahrten zum Hauptbahnhof (7.43 und 8.23 Uhr ab Kaltenkirchen) bewerkstelligten die alten Triebwagen. In fünf Jahren ändert sich dies. Dann soll die Strecke zwischen Kaltenkirchen und Eidelstedt elektrifiziert und durchgehend zweigleisig ausgebaut sein. „Dann wird die S-Bahn Hamburg den Verkehr auf der Strecke von Hamburg bis Kaltenkirchen übernehmen“, erläuterte Seyb. Die AKN behalte dann nur noch den Bahnverkehr zwischen Kaltenkirchen und Neumünster sowie die Strecken von Ulzburg nach Norderstedt und Elmshorn. Sie bliebe aber für die Wartung des gesamten Gleises verantwortlich.

Die von von den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein als Inhaber betriebene Entwicklung betrachte er zwiespältig, gibt Vorstand Seyb zu: „Wir verlieren dadurch die Hälfte unserer Verkehrsleistung.“

„Die Anfangs-
schwierigkeiten sind inzwischen behoben."
Wolfgang Seyb, AKN-Vorstand

Burkhard Fuchs

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