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Bau der A 20: Strukdorf soll für getauschtes Land zahlen

Strukdorf Bau der A 20: Strukdorf soll für getauschtes Land zahlen

Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr fordert 6000 Euro von der Gemeinde.

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Für den Bau der A 20 musste ein Klärteich der Gemeinde Strukdorf verkleinert werden. Im Tausch erhielt die Gemeinde Land für einen vierten Klärteich, den der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr anlegen ließ.

Quelle: Fotos: Petra Dreu (3)

Strukdorf. Manche Gemeinden leisteten oder leisten wie Klein Gladebrügge immer noch erbitterten Widerstand gegen den Weiterbau der A 20. Nicht so Strukdorf. Die Gemeinde hat die Autobahn begrüßt, hat dafür in jeder Hinsicht mit dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) kooperiert. Auch als der Feuerlöschteich der Autobahn zum Opfer fiel und der dritte Klärteich verkleinert werden musste, gab es keine Klagen aus Strukdorf. Ohne zu murren, akzeptierte die Gemeinde einen Landtausch, nachdem der Landesbetrieb zugesagt hatte, den Feuerlöschteich und ein zusätzliche Klärbecken zu bauen. Jetzt aber flatterte Bürgermeister Götz Leonhardt eine Abrechnung ins Haus: Fast 6000 Euro soll die Gemeinde zahlen, weil das getauschte Land größer ist als das, was der LBV für den Bau der Autobahn gebraucht hat.

 

LN-Bild

Sönke Möller legte seinen Amtseid ab.

Neuer Wehrführer vereidigt

Sönke Möller wurde auf der Jahresversammlung der Strukdorfer Feuerwehr zum Nachfolger von Günter Monegel gewählt, der nach zwölf Jahren als Wehrführer sein Amt abgegeben hat. In der Sitzung der Gemeindevertretung legte Möller, der bis zu seiner Wahl stellvertretender Wehrführer war, seinen Amtseid ab. Sein Nachfolger wird am 28. April gewählt. pd

Da runzelten auch die übrigen Gemeindevertreter die Stirn, als Bürgermeister Götz Leonhardt am Mittwoch von dem Schreiben des LBV erzählte. Dass sie für ihr Entgegenkommen jetzt auch noch zur Kasse gebeten werden sollen, gefällt ihnen gar nicht. „Von diesem Landtausch haben wir doch gar nichts gehabt“, so die einhellige Meinung in der Strukdorfer Gemeindevertretung. „Mir ist auch nicht bekannt, dass darüber jemals gesprochen worden ist“, sagte der Bürgermeister, der sich wie die anderen Gemeindevertreter mit einem Landtausch ohne Wertausgleich einverstanden erklären würde. Gegen die Forderung des LBV hat Leonhardt vorsorglich Widerspruch eingelegt. Eine Antwort lässt aber immer noch auf sich warten. Wegen der Urlaubszeit kann der Landesbetrieb erst in der kommenden Woche eine Stellungnahme abgeben.

Glasfaser: Derzeit wird überall in der Gemeinde fleißig gebuddelt, denn die Strukdorfer wollen ebenfalls mit Highspeed auf die Datenautobahn abbiegen. „Der größte Teil der Trasse ist bereits fertig. Die ersten Hausanschlüsse sind ebenfalls bereits gelegt. Die Bohrung unter dem Wardersee ist in der vergangenen Woche erfolgt. Grundsätzlich liegen alle Arbeiten im Zeitplan“, zitierte der Bürgermeister aus einem Schreiben des WZV. Annehmen möchte die Gemeinde das Angebot des WZV, die alte Pflasterung auf den Gehwegen entlang der Trasse durch neue Steine zu ersetzten. „Das kostet uns nichts“, so Leonhardt. Erneuert werden soll unter anderem das Pflaster auf der Dorfstraße von der Strukau bis zur Meierei an der Einmündung Schmiedestraße. Um alles schön gleichmäßig zu haben, stimmten die Gemeindevertreter zudem für eine Neupflasterung der gut 100 Quadratmeter großen Auffahrt zum Feuerwehrhaus. Die Gemeinde bezahlt die Steine. Die Pflasterung soll in Eigenleistung erfolgen.

Kanalisation: In der Schmiedestraße wurde zwar ein Kanalkataster für die Abwasserleitung erstellt, nicht aber für die darunter liegende Oberflächenentwässerung. „Es macht keinen Sinn, die Reparatur der Abwasserleitungen in Auftrag zu geben, ohne zu wissen, wie die Leitungen darunter aussehen. Wir brauchen eine Entscheidungshilfe, wenn wir uns im Herbst über das Sanierungsvolumen unterhalten“, sagte Leonhardt. Er plädierte für eine gesonderte Kameradurchfahrt des Regenwasserkanals, die die Gemeinde rund 6000 Euro kosten wird. Den Beschluss dafür fassten die Politiker einstimmig.

Beleuchtung: Auch für das Verlegen eines neuen Lampenkabels von der Dorfstraße über die gesamte Schmiedestraße gab es keine zwei Meinungen bei den Gemeindevertretern. Diese Maßnahme beinhaltet einen neuen Lampenmast gegenüber der Bushaltestelle.

Petra Dreu

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