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Segeberg Bauland wird im Kreis Segeberg immer teurer
Lokales Segeberg Bauland wird im Kreis Segeberg immer teurer
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11:30 17.08.2017
115 bis 160 Euro pro Quadratmeter mussten Häuslebauer zuletzt in Bad Segeberg für ein Grundstück zahlen. *FOTO: WGL

Am teuersten ist das Bauen demnach – wenig überraschend – weiterhin am Hamburger Rand. Wer sich den Traum vom Eigenheim möglichst nah an der großen Hansestadt erfüllen möchte, wird in Norderstedt inzwischen mit bis zu 375 Euro für den Quadratmeter Grund zur Kasse gebeten.

Info

Die komplette Bodenrichtwerte-Übersicht kann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Haus der Kreisverwaltung Segeberg, Hamburger Straße 30, in Bad Segeberg sowie im Internet unter www.segeberg.de eingesehen werden. Unter den Rufnummern 04551/951-526 und -582 werden telefonische Auskünfte erteilt.In etwas weniger attraktiver Norderstedter Lagen werden immer noch 265 Euro für den Quadratmeter aufgerufen. Bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren lagen die Preise mit 245 bis 300 Euro noch deutlich darunter. Auch in Kaltenkirchen, Kisdorf, Ellerau und Henstedt-Ulzburg müssen Bauherren immer noch zwischen 200 und 250 Euro für den Quadratmeter Land bezahlen. Erschwinglicher in relativer Hamburg-Nähe bleiben Kayhude (140 Euro) und Alveslohe (145 Euro).

Zwar strahlt der Bau- und Immobilienboom in Hamburg auf die Kreisstadt Bad Segeberg nur mittelbar ab. Doch auch hier kennen die Preise derzeit nur den Weg nach oben, wenngleich der Anstieg deutlich moderater ausfällt als im südlichen Kreisgebiet: 2012 konnte der Quadratmeter in Bad Segeberg noch für 100 bis 140 Euro erstanden werden, Ende 2014 wurden bereits 105 bis 145 Euro verlangt. Aktuell kostet der Quadratmeter Bauland 115 bis 160 Euro für die Bebauung mit Einfamilienhäusern oder Doppelhäusern – ein Anstieg von zehn Prozent. Was die Kreisstadt anbelangt, sind diese Preise derzeit aber ohnehin nur theoretisch: Erschlossenes Bauland für Einfamilienhäuser ist hier derzeit gar nicht zu bekommen, neue Gebiete sind erst noch in der Planung.

Im Kreis Segeberg ist Bauen aber nicht grundsätzlich „teuer“. Wer es ohnehin eher ruhig und ländlich mag, kann im Umland durchaus das ein oder andere Schnäppchen finden. Der Nachteil sind dann eventuelle längere Anfahrtswege zur Arbeit oder zum Einkaufen. „Im östlichen sowie im nordwestlichen Kreisgebiet sind die Preise im ländlichen Bereich stabil geblieben, in einigen Orten sogar zurückgegangen“, erklärt Sabine Müller, Sprecherin der Kreisverwaltung. So wird der Quadratmeter Bauland in der idyllischen Ecke Seedorf, Travenhorst und Wensin mit 50 bis 55 Euro veranschlagt.

Nirgendwo im Kreis baut es sich allerdings günstiger als in Tarbek, Damsdorf und Glasau. DerGutachterausschuss des Kreises legt die Messlatte hier bei 40 Euro für den Quadratmeter an.

Städtisches Leben zu moderaten Preisen lässt sich in Wahlstedt verwirklichen: Mit 80 Euro pro Quadratmeter lässt sich hier halb so günstig bauen wie in Bad Segeberg und sogar nur zu einem Viertel der Norderstedter Grundstückskurse. In Trappenkamp ist es mit 70 Euro pro Quadratmeter sogar noch einen Tick günstiger.

Um die Vergleichbarkeit auch mit anderen Städten und Kommunen zu gewährleisten beziehen sich die Richtwerte auf Grundstücke von 600 Quadratmetern. Als Grundlage für die Erhebung wurden im Zeitraum 2015 bis 2016 insgesamt 1053 Kaufverträge für unbebaute Grundstücke ausgewertet. Zwar habe nicht aus jeder bewerteten Gemeinde ein Kaufvertrag vorgelegen, betont Müller. Der Ausschuss habe die Richtwerte dort dennoch an die allgemeine Preisentwicklung angepasst.

ov

LN

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