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Segeberg Bauprogramm für Lornsenstraße bleibt bestehen
Lokales Segeberg Bauprogramm für Lornsenstraße bleibt bestehen
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21:13 28.04.2016

In der Lornsenstraße rumort es, seit bekannt geworden ist, dass die Kanäle doch nicht wie angekündigt offen saniert werden, die Straße aber trotzdem teuer ausgebaut werden soll. 1,7 Millionen Euro sind veranschlagt, fast eine Million sollen auf die Anlieger umgelegt werden. Die fühlen sich hintergangen und kritisieren, dass auf ihre Kosten die Straße schick gemacht werden soll (die LN berichteten).

Dass die Schmutz- und Regenwasserkanäle nur noch im teiloffenen Verfahren saniert werden, ändere nichts daran, dass die Lornsenstraße gemacht werden müsse, betonte SPD-Fraktionschef Joachim Wilken-Kebeck in der Stadtvertretung. Bei der Umlegung der Kosten sei man an Gesetze gebunden. Ein reines Abfräsen der Oberfläche, wie von den Anwohnern gefordert, wäre „eine Verschwendung von Steuergeldern“, da dies keine Maßnahme von Dauer wäre. Gerne hätte man Synergieeffekte genutzt bei der Sanierung. Doch wie die Detailplanung ergab, sei die offene Bauweise unwirtschaftlich und mit hohen Risiken behaftet, erläuterte Bauamtsleiterin Antje Langethal. Die Auflagen des Statikers seien zu hoch gewesen wegen der schlechten Bodenqualität. Ein vier Meter tiefer Graben mit Wasserhaltung wäre nötig gewesen. Das hätte die Baukosten verdoppelt, so Langethal. Unterm Strich sei die derzeitige Planung die günstigere für die Anlieger. „Eigentum verpflichtet“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Reher. Jede Straße sei irgendwann dran, und dafür bilde man Rücklagen. Die Lornsenstraße sei seit Jahren im Gespräch.

Der BBS nahm die Änderungen im Bauverfahren zum Anlass, spontan einen Antrag zu stellen, mit den Planungen neu zu beginnen. Es habe nie eine Verkehrszählung gegeben, um zu klären, ob die Einstufung als Anliegerstraße mit höheren Ausbaubeiträgen überhaupt richtig ist, bemängelte Wolfgang Tödt. Darauf ließen sich die anderen Stadtvertreter nicht ein. Dieter Gamm (FDP) warf dem BBS vorzeitigen Wahlkampf vor und forderte die Fraktion auf, den Antrag schriftlich zur nächsten Stadtvertretersitzung einzureichen. Nach all der Planung mache man sich lächerlich, von vorn zu beginnen.

Von nam

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