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Segeberg Baustart auf dem alten Kapellengrundstück
Lokales Segeberg Baustart auf dem alten Kapellengrundstück
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23:27 18.05.2017
Architekt Benjamin Ehle (l.) und Almut Wardin vom Architekturbüro sowie Thomas Buresch (2. v.l.) und Mario Schilde vom Bauunternehmen Wandel.

Viele haben schon nicht mehr daran geglaubt, dass das alte Kapellengrundstück am Ortseingang des zur Gemeinde Wensin gehörenden Ortsteils Garbek doch noch mit einer Seniorenwohnanlage bebaut werden könnte. In den langen Jahren der Planung mussten immer wieder Steine aus dem Weg geräumt werden, die das Projekt weiter verzögert hatten. Am Mittwoch jedoch erfolgte die Grundsteinlegung mit der Aussicht, dass im Frühjahr kommenden Jahres die ersten Wohnungen bezogen werden können.

Erster Spatenstich für die Seniorenwohnanlage nach jahrelangem Hin und Her.

Die Erleichterung, dass ihr Traum vom Wohnen im Alter nun doch noch in Erfüllung geht, war den Vorstandsmitgliedern der eigens dafür gegründeten Bau- und Wohnungsbaugenossenschaft Garbek deutlich anzusehen. Immerhin hatten Walter Höfs, Hans-Joachim Bolda, Sigrid Bohlender und Wolfgang Hagen sieben Jahre lang auf diesen feierlichen Moment, eine Kunststoffrolle in das Mauerwerk einarbeiten zu dürfen, warten müssen. Gefüllt hatten sie die Rolle außerdem mit Geldstücken, dem Gemeindebrief, Zeitungsartikeln und einer Gesetzessammlung von Schleswig-Holstein in Hochdeutsch und auf Platt.

„Wir peilen die Bezugsfertigkeit im Sommer 2018 an“, sagte Projektleiterin Almut Wardin vom Architekturbüro Meier + Moss, die das Wohnprojekt von Anfang an begleite. Gemeinsam mit dem Architekten Benjamin Ehle sowie Thomas Buresch und Mario Schilde vom Bauunternehmen Wandel aus Schönböken stimmte sie nach der Grundsteinlegung letzte Feinheiten ab. „Wir müssen in mehreren Bauabschnitten bauen.

Zuerst entstehen 14 Wohnungen, den zweiten Bauabschnitt mit fünf Wohnungen hoffen wir, gleich dranhängen zu können. Dann haben wir aber noch eine Ausbaureserve für weitere zehn Wohnungen“, erzählt Almut Wardin. Am Anfang standen 2010 die „Gespräche am Küchentisch“, ein Umfrage-Projekt zu Dorferneuerung. Der Wunsch vieler älterer Einwohner, auch im Alter in Garbek wohnen bleiben zu können, wurde in Windeseile aufgenommen. Noch im selben Jahr gründete sich eine Genossenschaft. 32 Wohnungen mit Pflegestation, Pflegedienst und eine Wohngemeinschaft wurden geplant. Auch sollten Geschäfte, ein Café und ein Geldinstitut eine Rundumversorgung der Senioren übernehmen. Voller Euphorie blickten Genossen und Architekten in die Zukunft.

Dann jedoch begannen die Verzögerungen. Das Geldinstitut verabschiedete sich aus der Planung, gab schließlich den Standort Garbek sogar ganz auf. Weitere Probleme bereitete die Finanzierung, denn die Banken verlangten vorab Mietverträge für alle Wohnungen. Das jedoch erwies sich als äußerst schwer. Der Genossenschaftsvorstand und Almut Wardin hoffen, dass es mit dem Baubeginn einfacher wird, die auf Senioren ausgerichteten Wohnungen zu vermieten. Auskünfte dazu erteilt sie unter der Rufnummer 04551/ 4994.

 Petra Dreu

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