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Segeberg Beide Bundesstraßen rechtzeitig fertig
Lokales Segeberg Beide Bundesstraßen rechtzeitig fertig
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21:39 23.09.2016
So sehr sie auch auf ihren Laden aufmerksam machten – „regulär“ durften nur Anwohner mit Ausweis zu ihnen fahren: Annett und Achim Marx.
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Klein Rönnau/Högersdorf

Den Autofahrern – Einheimischen wie denn Hamburgern, die es am Wochenende zur Ostsee zieht – wurde in den vergangenen Wochen einiges abverlangt.

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Das verspricht nach bisheriger Sicht der Dinge der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr.

„Hätten wir das rechtzeitig gewusst, dann hätten wir unseren Jahresurlaub genommen.“ Hans-Joachim Marx, „Likörille“

Nun aber darf durchgeatmet werden: „Für beide Maßnahmen gilt: sie liegen im Plan und sollen bis 30.09. fertiggestellt werden“, sagt Jens Sommerburg, Chef des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Lübeck, auf Nachfrage der LN. Das heißt: Zu Anfang der übernächsten Woche können die Ortsdurchfahrt der B 432 in Klein Rönnau und die B 206 im Högersdorfer Ortsteil Rotenhahn wieder uneingeschränkt befahren werden. Und statt der alten ramponierten und von Löchern durchsetzten Fahrbahn spannt sich vor dem Autofahrer ein schwarzes Band mit neuem Asphalt.

Gestern Abend, Punkt 20.15 Uhr, wurde die schon vorbereitete Vollsperrung bei Rotenhahn „scharf gestellt“. Hier kommt bis Montagmorgen, 5 Uhr, niemand durch – sogar die Linienbusse nicht. Denn übers Wochenende wird die Asphaltdecke gegossen – genau nach Plan, wie Matthias Hübner, Leiter der Straßenmeisterei Segeberg, erklärte. „Ab Montagmorgen 5 Uhr, kann dann wieder halbseitig an der Baustelle vorbei gefahren werden.“

Die Strecken von Wittenborn nach Kükels und nach Wahlstedt sind bereits seit einigen Tagen wieder passierbar. Bei Rotenhahn müsse die halbseitige Sperrung noch einer Weile aufrecht erhalten werden, weil noch Einmündungen und Markierungen fertiggestellt werden müssen.

Ähnlich verhält es sich in Klein Rönnau mit der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 432. Wobei das Straßenstück, das später in die Bad Segeberger Ziegelstraße mündet, am Wochenende noch voll gesperrt war.

Offiziell darf die Klein Rönnauer Ortsdurchfahrt zwischen Chausseebaum und Ortseingang Bad Segeberg nur von Anliegern befahren werden – Ampeln geben jeweils eine Richtung entlang der Baustelle frei.

Doch wer sich zum Beispiel gestern Vormittag umsah, sah auf der „Ostseestrecke“ Autos mit Kennzeichen aus Kiel, München oder Mönchengladbach immer lustig durch den Ort fahren – kontrolliert wird offenbar nicht mehr.

„Mit der halbseitigen Sperrung können wir auch leben – aber das Hin und Her davor mit Vollsperrung oder wieder nicht, das war schwer zu ertragen. Da hat die Kommunikation gefehlt“, sagte den LN Marco Uhde, Inhaber der Lackiererei Gehm im Rahland. An zwei Tagen habe er seinen Betrieb völlig dichtmachen müssen, weil er mit dem Trailer nicht durch die Straße kam.

Ebenfalls im Rahland liegt die „Likörille“ von Annett und Hans-Joachim Marx – ein weithin bekanntes Spezialgeschäft, das unter anderem den Kräuterlikör„De Lütt Rönnauer“ anbietet. „Wir haben durch die mehrwöchige Baustelle gut 80 bis 90 Prozent unserer Laufkundschaft verloren“, sagt das Ehepaar, das sich ansonsten über die „Lagegunst“ direkt an der Ostseestrecke freut. „Wären wir vorher besser informiert worden, hätten wir eben unseren Jahresurlaub genommen“, sagt Achim Marx.

Immerhin habe man die gewerblichen Kunden landesweit versorgen können: An einer Tankstelle außerhalb der Baustelle hatten die Marx’ vorsorglich einen Wagen mit Waren geparkt.

 Lothar Hermann Kullack

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