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Segeberg Beim Obi-Imbiss ging es um die Wurst
Lokales Segeberg Beim Obi-Imbiss ging es um die Wurst
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21:33 23.09.2016
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Bad Segeberg

Es war brenzlig: Das Ganze ging noch knapper aus als man befürchten musste, teilte gestern Imbissstandbesitzer bei Obi, Heiko Hornbacher, den Lübecker Nachrichten mit. Umso mehr freut er sich über das Happy End für die Kunden, die Mitarbeiter – und die berühmte Currywurst.

Wie gestern berichtet, steht seit Jahren auf dem Parkplatz beim Bad Segeberger Obi-Heimwerkermarkt sein Imbisswagen mit Vorbau. Der Besitzer zahlt Pacht, Gewerbesteuer und Tourismussteuer, alles was man als Imbissbetreiber so zahlen muss. Nur die Baugenehmigung fehlte. Die habe er trotz intensiver Versuche nicht bekommen. Grund: Der Bebauungsplan sieht zwar auf dem Obi-Parkplatz nur Stellplätze für Autos vor, aber keinen Imbiss. Obi hatte sogar vor Gericht für eine Baugenehmigung gefochten. Der Richter hatte immerhin eine dreijährige Gnadenfrist eingeräumt. In der Zeit sollte der Bebauungsplan geändert werden. Laut Hornbacher wird der Wagen mit Vordach als festes Gebäude eingestuft. Nicht nur das. Ein wichtiges Kriterium sei auch „die Regelmäßigkeit“. Selbst wenn sein Mitarbeiter Ralf Bach dort nur dienstags Currywurst brutzeln würde, müsste das baurechtlich genehmigt werden.

Die Jahre der richterlichen Gnadenfrist verstrichen. Nach Berechnungen von Hornbacher war diese schon zu Beginn des Jahres abgelaufen. „Wir haben lange gezittert, ob wir da bleiben dürfen oder nicht.“ Rein rechtlich hätte man schon längst den Platz räumen müssen, wenn da nicht die Behörden ein Auge zugedrückt hätten. „Wir sind jetzt froh und dankbar, dass wir weiterhin geduldet wurden.“

Immerhin haben „wir einen Weg gefunden, um den Imbisstand zu erhalten“.

Die Stadt plant, nach erfolgreichen Verhandlungen mit Obi eine Bebauungsplanänderung in Angriff zu nehmen. „Wenn man den Imbiss seitens der Behörden weghaben wollte, hätte man den auch wegbekommen“, vermutet Hornbacher. Seine Mitarbeiter waren schon verunsichert, aber die Kunden kamen weiter zum inzwischen landesweit bekannten Imbiss. Vielleicht habe am guten Ausgang auch dazu beigetragen, „dass es hier eine so leckere Currywurst gibt“, vermutet Hornbacher.

wgl

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