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Segeberg Fünf weitere Wolfsnachweise im Kreis Segeberg
Lokales Segeberg Fünf weitere Wolfsnachweise im Kreis Segeberg
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17:22 12.06.2018
Jetzt sollen Proben gesammelt werden, um festzustellen, ob es sich bei den fünf Sichtungen um ein und dasselbe Tier handelt. Quelle: Symbolbild dpa
Großenaspe

Die Nachweise seien alle per Wildkamera, Foto oder Video erfolgt, sagte der Sprecher.

"Gegenwärtig kann nicht beurteilt werden, ob es sich bei den oben genannten Nachweisen um ein und denselben Wolf oder verschiedene Tiere handelt", sagte er. "Die örtlichen Wolfsbetreuer bemühen sich darum, in dem in Rede stehenden Raum genetische Proben zu sammeln - dies wäre zum Beispiel anhand aufgefundener Haare und Kotballen möglich – um möglicherweise die Identität des beziehungsweise der beobachteten Tiere zu ermitteln."

Alle genannten Beobachtungen seien von dem für Schleswig-Holstein zuständigen Wolfsexperten, Herrn Dr. Norman Stier von der TU Dresden, auf der Grundlage des zur Verfügung stehenden Bildmaterials als C1-Nachweise (eindeutiger Nachweis) klassifiziert worden. "Sie stellen die 67. bis 71. sicheren Wolfsnachweise in Schleswig-Holstein seit dem ersten Wiederauftreten der Art im Jahr 2007 dar", sagte der Sprecher. 

Übersicht über die Nachweise:

7. Juni: Eine Wildkamera, die in der Nähe der Gemeinde Stuvenborn aufgestellt war, nimmt am frühen Morgen mehrere Abbildungen eines Wolfs auf, der die Kamera passiert.

8. Juni: In der Nähe von Hartenholm filmt ein Mann gegen 22 Uhr einen Wolf aus dem stehenden Auto heraus mit seinem Handy.

9. Juni: Ein Jäger fotografiert gegen Abend einen Wolf in Hartenholm am Rande eines Maisackers. 

11. Juni: Am Rand von Heimühlen beobachtet ein Bewohner gegen 21 Uhr einen Wolf, der aus einem Getreidefeld kommt und auf einen am Rand der Ortschaft verlaufenden Weg gerät. Der Mann macht ein Handy-Video von dem Wolf, der beim Anblick des Menschen die Flucht ergreift. 

11. Juni: Möglicherweise wurde dasselbe Tier wenig später, gegen 22.30 Uhr, von demselben Beobachter im Rahmen eines abendlichen jagdlichen Ansitzes erneut gefilmt, wie es eine Grünlandfläche passierte.

Hinweis des Landesamts

Für die Meldung von Wolfshinweisen und Schadensfällen geben Sie bitte die Notfallhotline an: 0174 / 63 30 335. Generelle Hinweise für das Verhalten bei einer vermuteten Wolfssichtung finden Sie hier: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/artenschutz/menschWolfBegegnung.html

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