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Segeberg Bernd Jorkisch feierte 60. Geburtstag
Lokales Segeberg Bernd Jorkisch feierte 60. Geburtstag
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23:12 07.08.2017
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (r.) war einer der prominentesten Gratulanten bei Bernd Jorkisch
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An die 240 Gäste gratulierten dem Unternehmer am Sonntag im Vitalia Seehotel.

Fast 240 Gäste, darunter der neue Landeswirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP), Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU), IHK-Präses Frederike C. Kühn, Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) und Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD), waren der Einladung von Bernd Jorkisch und seiner Frau Annelen ins Vitalia Seehotel gefolgt. Prägnante Reden, kulinarische Höhepunkte und faszinierende Musik auf leeren Flaschen, präsentiert vom „GlasBlasSing Quintett“ aus Berlin, bildeten den festlichen Rahmen des Abends.

Bernd Jorkisch ist am 6. August 1957 in Bad Segeberg geboren und in Bockhorn aufgewachsen. Sein Vater Herbert war dort Rundholzhändler, er selbst, so sagt Jorkisch heute, wollte eigentlich nicht in die Holzbranche, sondern lieber Ingenieur werden und Flugzeuge oder Schiffe bauen. So absolvierte der begeisterte Fußballer zunächst eine Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker. Auf dem Fußballfeld war die Technik allerdings begrenzt: „Ich war Spielführer meiner Mannschaft beim SV Todesfelde. Was ich an Technik nicht beherrschte, pflegte ich durch den Kampf auszugleichen“, sagt er und schmunzelt. Dabei habe er dann doch die eine oder andere Rote Karten erhalten – und einige Spiele deshalb nicht mitmachen dürfen. Auch heute noch gehört sein Fußballherz dem SV Todesfelde, den er unterstützt.

„1978 stand das kleine Sägewerk in Daldorf zum Verkauf, und mein Vater fragte mich, ob ich nicht doch Unternehmer werden wollte“, erinnert sich der Vater dreier Töchter. Jorkisch erbat sich Bedenkzeit und entschied sich für den Kauf. Drei Mitarbeiter hatte er damals, stand selbst an der Gattersäge und machte rundes Holz eckig. „All die Tätigkeiten selbst ausgeführt zu haben, hat mir sehr geholfen und macht es immer noch. Ich weiß, wovon ich spreche.“ Jorkisch entwickelte den Produktionsstandort Daldorf kontinuierlich weiter, 1983 eröffnete ein Holzfachmarkt, drei Jahre später begann die Spezialisierung auf das Thema Gartenholz.

Nachdem 1992 das Sägewerk in Daldorf außer Betrieb genommen wurde, investierte Jorkisch in einen Holzverarbeitungsbetrieb in Lettland. 1998 erfolgte die Gründung der Produktionsgesellschaft JOBEGA in Friedland/Mecklenburg-Vorpommern. 20 Mitarbeiter stellen an CNC-Anlagen Carports und Gartenhäuser her. „Aus finnischen Fichten, die sind langsam gewachsen, haben lange gerade Äste und weißes, sauberes Holz“, schwärmt der 60-Jährige. Finnland sei ein tolles Land, nicht nur durch das besondere Naturprofil, sondern auch durch die hohe Innovationsbereitschaft. „Als Holzimporteur verbindet mich viel mit dem Land.“

Jorkisch, von 2004 bis 2010 als erster Nicht-Lübecker Präses der IHK zu Lübeck, hat sich fortan kontinuierlich für den Ostseeraum als attraktiven Wirtschaftsraum eingesetzt. Die Mühe wurde belohnt, 2014 wurde er zum Honorarkonsul von Finnland ernannt. Er ist in dieser Funktion für die Hansestadt Lübeck sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Stormarn und Segeberg zuständig. „Meine Kernaufgabe ist, die wirtschaftlichen Beziehungen aufrechtzuerhalten, zu verbessern und neue zu entwickeln.“ So berät er zum Beispiel Firmen, die in Finnland investieren wollen, und ermöglicht Finnland, sich in Lübeck und Umgebung zu präsentieren. Zum 100-jährigen Bestehen Finnlands werden zum Beispiel 100 finnische Produkte im Lübecker Citti-Park angeboten. Aber auch für die etwa 300 finnischen Bürger seines Konsularbezirkes ist Jorkisch zuständig. Wie ein Notar kann er Urkunden beglaubigen. „Ins Gefängnis musste ich noch nicht“, sagt er. Denn auch dort könnten finnische Staatsbürger seine Hilfe in Anspruch nehmen.

Hilfe gewährt Bernd Jorkisch auch vielen Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So beispielsweise in seiner Funktion als Lions-Mitglied sowie als Vorstandsvorsitzender der Tafelstiftung Schleswig-Holstein/Hamburg. „Wenn man es schafft, diesen Menschen etwas Glück zu verschaffen, dann bekommt man ein paar Spritzer von diesem Glück ab. Die sind gut für die Seele und das eigene Befinden.“

 Silvie Domann

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