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Besser als nichts: Stadt plant zwei kleine Wohngebiete

Bad Segeberg Besser als nichts: Stadt plant zwei kleine Wohngebiete

Die Warteliste der verhinderten Häuslebauer im Bad Segeberger Rathaus ist lang und wird immer länger. Doch zurzeit gibt es in der Kreisstadt kein verfügbares Grundstück, das die Stadt an Familien verkaufen könnte. Jetzt aber gibt es für sie mit zwei neuen Baugebieten Hoffnung.

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Nahe der Klinik am Hamdorfer Weg in Ihlseenähe soll ein B-Plan mit zwei Teilbereichen entstehen. Die Zufahrt zu dem attraktiven Baugebiet soll über einen städtischen Stichweg erfolgen.

Quelle: Fotos: Glombik

Bad Segeberg. Ursprünglich war man bei der Stadt davon ausgegangen, dass Bad Segeberg sich gen Osten, Richtung Weede mit einem Neubaugebiet von 80 Häusern ausdehnen würde. Doch beim großen Gebiet „Havkamp-Ost“, für das schon vor fast einem Jahr ein Bebauungsplan aufgestellt worden ist, gibt es unerwartet Schwierigkeiten. Hier könnte eine komplizierte Oberflächenentwässerung die Erschließungskosten in die Höhe treiben. Noch tüfteln Ingenieure an praktikablen Lösungen, „die das Budget nicht sprengen“, berichtet Bauamtsleiterin Antje Langethal.

LN-Bild

Die Warteliste der verhinderten Häuslebauer im Bad Segeberger Rathaus ist lang und wird immer länger. Doch zurzeit gibt es in der Kreisstadt kein verfügbares Grundstück, das die Stadt an Familien verkaufen könnte. Jetzt aber gibt es für sie mit zwei neuen Baugebieten Hoffnung.

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„Für Havkamp-Ost suchen wir eine Lösung, die das Budget nicht sprengt.Antje Langethal

Bauamtsleiterin

Immerhin möchte die Stadt jetzt zwei kleine Baugebiete überplanen. Wenn alles gut geht, können Häuslebauer 2019 mit dem ersten Spatenstich loslegen. Am Mittwoch, 8. November (18.30 Uhr, Bürgersaal), stehen im Ausschuss für Bauen und Umwelt dazu gleich die B-Pläne auf der Tagesordnung. Zwar sind es nur kleine Flächen, aber das neue Angebot könnte etwas Druck aus dem Kessel mit ungeduldigen Bauwilligen nehmen. Segeberg soll ja weiter wachsen. Zum einen plant die Stadt, im hinteren Bereich der Burgfeldstraße, in zweiter Reihe südwestlich der Kreissporthalle, ein Baugebiet für etwa 15 Grundstücke zu erschließen. Dort könnten Einzel- und Doppelhäusern hin. Die Fläche, die die Stadt erworben hat, wird jetzt noch landwirtschaftlich genutzt.

Noch kann man sich gar nicht vorstellen, wie das Gelände erschlossen werden soll, aber in direkter Nachbarschaft möchte ein privater Anbieter ebenfalls ein kleines Baugebiet erschließen. Von dort aus wäre eine Anbindung zur Burgfeldstraße möglich, schätzen Bauamtsleiterin Langethal und Stadtplanerin Ute Heldt-Leal. Übrigens: Auch hier zieht sich die Bauleitplanung in die Länge. Ohne zeitaufwändige Artenschutzgutachten bekommt in Bad Segeberg offensichtlich kein B-Plan mehr eine kreisbehördliche Genehmigung. Zum Leidwesen der Stadtväter und -mütter.

Zweiter Hoffnungsschimmer für Eigenheim-Freunde ist das Gebiet „Klein Niendorf“, eine größere Wiesenfläche umgeben von Bebauung. Zwischen Hamdorfer Weg, Habichtshorst und Kühneweg könnte ein relativ großes, höchst attraktives Neubaugebiet entstehen. Könnte. Ein Hinderungsgrund ist allerdings die komplizierte Gemengelage der vielfältigen Besitzverhältnisse. Eine Eigentümerin mit großer Fläche möchte nicht verkaufen, deshalb sei dort ein großes Baugebiet nicht möglich, heißt es von der Stadt. Außerdem könne ein Teil nicht bebaut werden, weil dort Lärmemissionen vom Schießstand der Schützengilde bestehen. So kann sich die Stadt nur von außen „herantasten“. Zwei Streifen sollen an einen genossenschaftlich organisierten Entwickler weiterverkauft werden, erklärte Antje Langethal.

„Ein Kaufvertrag ist noch nicht unterschrieben, deshalb wird das erst im weiteren Verfahren transparent.“ Die Zufahrt zu dem Grundstück soll über einen Weg vom Hamdorfer Weg aus erfolgen, erklärt Stadtplanerin Heldt-Leal. Sie rechne hier mit 18 Bauplätzen. Auch diesen B-Plan soll jetzt die Politik auf den Weg bringen.

Wolfgang Glombik

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