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Segeberg Besuch der Ministerin: Nur schöne Worte sind zu wenig
Lokales Segeberg Besuch der Ministerin: Nur schöne Worte sind zu wenig
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21:18 18.09.2013
Wilfried Jendis (v. l.), Bürgervorsteher Horst Kornelius, Ministerin Anke Spoorendonk, Franz Thönnes (MdB) und Bürgermeister Matthias Bonse.

Eine Auslastung von über 95 Prozent, eine hoch motivierte Truppe, die seit Jahrzehnten ehrenamtlich für ein hochwertiges Programm sorgt und ein Spielbetrieb, der wie am Schnürchen klappt: Anerkennend schauen viele Menschen auf das Kleine Theater in Wahlstedt und deren Macher vom Kulturring. Gestern war es Schleswig-Holsteins Kultusministerin Anke Spoorendonk (SSW), die sich ein Bild von der Arbeit in und um die so erfolgreiche Bühne machte.

Vom Foyer über den Saal ging es auf die Bühne, hinter die Kulissen und hinunter in den Orchestergraben. Die Politikerin erfuhr von großen Opern, die in Wahlstedt stattfinden können und von berühmten Schauspielern, die schon hier gastiert haben — manche von ihnen immer wieder. Die Ministerin war voll des Lobes, betonte, wie wichtig kulturelles Leben als Standortfaktor sei. „Kultur ist existenzielle Notwendigkeit für unsere Gesellschaft.“ Auch der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes (SPD), der den Besuch der Ministein angeschoben hatte, sah sich in einem „Juwel“. Doch den Ehrenamtlern waren schöne Worte zu wenig: „Die helfen uns nicht“, betonte Kulturring Vorsitzender Wilfried Jendis, nachdem Schatzmeister Claus Peters die finanzielle Situation dargelegt hatte, deren Fundament deutlich stabiler sein könnte, etwa durch eine hohe Risikorücklage.

In einem sehr offen geführten Gespräch machten die Ehrenamtler klar, dass sie sich mehr finanzielle Unterstützung wünschen, etwa beim Projekt „Jugend ins Theater“ und zählten gleichzeitig auf, in welchem Maß etwa die Landestheater unterstützt würden. Auf eine Kannibalismus-Debatte lasse sie sich nicht ein, so Spoorendonk. Auch sei sie nicht die Tante mit der großen Geldtasche. Gleichzeitig machte sie klar, dass ihr Ministerium durchaus behilflich sein könne, wenn es um Projektgestaltung und Förderung, oder das Ausloten von möglichen Kooperationen gehe. Wichtig sei, dass Förderung nachhaltig geschehen müsse und nicht nur auf die reine Rabattierung abziele.

hil

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