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Segeberg Bis zu 14 Millionen Euro für Städtebau
Lokales Segeberg Bis zu 14 Millionen Euro für Städtebau
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22:54 10.11.2017
Dieses Haus in der Bahnhofstraße ist nur noch eine Ruine – Grundstücke wie dieses würde Bornhöved Bürgermeister Dietrich Schwarz gern bereinigen.
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Bornhöved/Trappenkamp

„Wir wollen den Ortskern beleben“, sagt Bornhöveds Bürgermeister Dietrich Schwarz (SPD). In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Geschäfte abgewandert. Supermärkte haben am Ortsrand neu und größer gebaut, die Sparkasse verabschiedet sich, die Videothek ist dicht, die Post längst weg. „Zum Glück zieht die Volksbank in das Sparkassengebäude“, so Schwarz. Trotzdem stehen zahlreiche Immobilien im Ort leer – und verrotten zum Teil. Nicht nur Läden.

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Den Sandparkplatz mit davor liegenden Schulbus-Haltestellen in Bornhöve soll neu geordnet werden.

Einige Gebäude im Ort sind nur noch Ruinen, wie das „Hexenhäuschen“ in der Bahnhofstraße. Brombeersträucher verdecken die Fassade zur Straßenseite bis zum Obergeschoss. „Zum Glück“, findet der Bürgermeister. Das Grundstück könnte interessant sein für den Neubau eines Familienhauses, aber der Abriss sei zu teuer, ist Schwarz überzeugt. Deshalb plant die Gemeinde, solche Grundstücke über die Städtebauförderung aufkaufen zu können und „schier“ zu machen.

Es fehlt zudem an barrierefreiem Mietraum. Dafür hat die Gemeinde bereits in zentraler Lage große Flächen aufgekauft, um hier generationsübergreifendes Wohnen zu entwickeln. Durch die Drittelfinanzierung von Bund, Land, Gemeinde hofft Schwarz auf finanzkräftige Investoren. „Wir wollen jetzt erst einmal einen Architektenwettbewerb ausschreiben für das Gebiet“, sagt Schwarz. Auch werde es einige Bürgerinformationen und Gutachten zu den möglichen Förderprojekten geben.

Das potenzielle Sanierungsgebiet in Bornhöved ist groß. Es reicht von der Straße Kieler Tor, Höhe B 430-Brücke, bis Kuhberg, Ecke Feldstraße und vom Mühlenteich bis zum Ende der Lindenstraße.

Auch der Alte Bahnhof, der Sandparkplatz vor der Grundschule ist ein potenzielles Projektgebiet. Elternverkehr, Schulbusse, parkende Lkw – hier wäre eine Neuordnung wichtig, meint Schwarz. Auch an der Stelle wäre teilweise Wohnungsbau möglich.

Maßnahmen für 9,5 bis zehn Millionen Euro plant die Gemeinde Trappenkamp in den nächsten fünf bis zehn Jahren. „Der Förderbescheid ist da“, verkündete Bürgermeister Harald Krille (SPD) im Gemeinderat am Donnerstag. „Ein ganz schöner Batzen Geld, und wir müssen nur ein Drittel zahlen.“ Auch hier gibt es Überlegungen, Industriebrachen in Zentrumsnähe zu erwerben und etwa für Wohnungsbau zu entwickeln. „Die Ladenzeile wird eine große Rolle spielen.“ Auch dort gibt es Leerstand. Der Zob schräg gegenüber und die Parkflächen – alles soll im Rahmen der Städtebauförderung umgeplant werden.

Der Busbahnhof sei an der völlig falschen Stelle und sollte möglichst an die Schulen verlegt werden, so die Vorstellung des Bürgermeisters. Auch das alte Feuerwehrhaus am Ostlandplatz sowie das Jugendzentrum stehen im Fokus. Hier schwebt Krille ein Kulturzentrum vor. Was am Ende tatsächlich verwirklicht wird, soll auch in Zusammenarbeit mit den Trappenkampern entwickelt werden, kündigt Krille an.

Dieter Schütte wird Ausschussvorsitzender

Der Ortsentwicklungsausschuss Trappenkamp hat einen neuen Vorsitzenden: Dieter Schütte (75) von den Trabis wurde neu in den Ausschuss und gleich zu dessen Vorsitzendem gewählt.

Seine Vorgängerin Astrid Niels war zuvor aus der Fraktion ausgetreten. Die SPD enthielt sich: Bis zur Kommunalwahl am 6. Mai hätte Niels den Vorsitz behalten können, da der Ausschuss maximal noch drei Mal tage, so die Begründung.

 Von Nadine Materne

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