Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Bis zu 28 Prozent mehr: So viel kostet Segebergs Boden
Lokales Segeberg Bis zu 28 Prozent mehr: So viel kostet Segebergs Boden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 07.01.2016
Niedrige Zinsen machen das Bauen weiter attraktiv. Der Nachteil für Häuslebauer: Wegen der hohen Nachfrage steigen auch die Grundstückspreise. Rund um Bad Segeberg allerdings noch moderat. Je näher man an Hamburg rückt, umso teurer wird es dagegen. Quelle: Weigel, Dpa

Am teuersten sind demnach Grundstücke im Garstedter Wohnquartier in Norderstedt. Rund 300 Euro kostet hier im Durchschnitt der Quadratmeter im individuellen Wohnungsbau. Vor zwei Jahren mussten Häuslebauer hier dagegen „nur“ 235 Euro auf den Tisch legen. Eine Steigerung von fast 28 Prozent. Selbst für Norderstedt sehr viel. Im Durchschnitt liegt die Teuerungsrate in der größten Stadt des Kreises bei 16 Prozent. „Grundsätzlich sind die Bodenpreise im Kreisgebiet leicht gestiegen. In den Städten und deren angrenzenden Gemeinden sind die Bodenwerte stärker gestiegen“, heißt es dazu aus der Kreisverwaltung in einer Zusammenfassung. Denn auch in Bad Bramstedt (plus 14 Prozent), Henstedt-Ulzburg (plus acht Prozent) und Kaltenkirchen (plus vier Prozent) haben die Grundstückspreise kräftig angezogen.

In Bad Segeberg gibt es dagegen weiter große Unterschiede bei den Grundstückspreisen — verändert hat sich allerdings kaum etwas in den Jahren 2012 bis 2014. Im Bereich rund um den Nelkenweg stiegen die Preise leicht von 115 Euro auf 120 Euro pro Quadratmeter, im Bereich östlich der Innenstadt von 110 Euro auf 115 Euro. Nur im Bereich Christiansfelde (105 Euro statt 100 Euro) kann man noch preiswerter in der Kreisstadt bauen. Teuer bleiben die Grundstücke dagegen im Stadtzentrum (220 Euro) sowie im Bereich „Am Ihlsee“, wo im Durchschnitt 230 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden müssen. In Wahlstedt sind die Preise ebenfalls leicht gestiegen. Statt durchschnittlich 65 Euro werden nun 70 Euro fällig, in Boostedt zahlt man jetzt 95 statt 90 Euro.

Stabil sind die Preise beispielsweise in Bornhöved (60 Euro), Todesfelde (70 Euro) und Trappenkamp (60 Euro) geblieben — und in Leezen baut man sogar günstiger. Nur 95 Euro statt noch 100 Euro vor zwei Jahren kostet hier der Quadratmeter Bauland im Durchschnitt. Am günstigsten kann man laut Gutachterausschuss heutzutage in Hornsmühlen, Kembs, Seekamp, Glasau oder Damsdorf bauen — hier liegt der Preis bei 40 Euro .

Auffällig laut Kreisverwaltung sei allerdings, dass in vielen Städten und Gemeinden im Bereich der Reihenhäuser und des Geschosswohnungsbaus über viele Jahre nahezu keine Verkäufe stattgefunden hätten. „Im Bewertungszeitraum 2013 bis 2014 wurden dem Gutachterausschuss rund 6600 Kaufverträge zur Auswertung vorgelegt. Dieses ist ein leichter Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem vorherigen Auswertungszeitraum“, heißt es.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Segeberg hat die Bodenrichtwerte zum Stichtag 31. Dezember 2014 ermittelt. Die Aufgabe des Gutachterausschusses ist es, die Entwicklungen auf dem Grundstücksmarkt transparent und nachvollziehbar darzulegen. Dazu gehört unter anderem die Ableitung von Bodenrichtwerten. Sie sind Grundlagen und Entscheidungshilfen für Immobilienkäufer und -verkäufer. Bodenrichtwerte werden dabei vom Kreis immer im Zwei-Jahres-Rhythmus für baureifes, ortsüblich erschlossenes, unbebautes Land bekanntgegeben.

• Bodenrichtwerte für alle Gemeinden im Internet unter www.segeberg.de

Gute Vergleichbarkeit
Die Bodenrichtwerte werden aus tatsächlich erfolgten Grundstücksverkäufen abgeleitet. Notare sind zur Übersendung der jeweiligen Kaufverträge an den Gutachterausschuss verpflichtet. Die Bodenrichtwerte von Einfamilienhäusern beziehen sich einheitlich auf eine Grundstücksgröße von 600 Quadratmetern. Damit ist eine Vergleichbarkeit der Bodenrichtwerte — auch mit den Kreisen Herzogtum- Lauenburg, Pinneberg und Stormarn — ohne verschiedene Umrechnungsfaktoren möglich.

Jan Wulf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige