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Segeberg Blick hinter die Kulissen der Containerstadt
Lokales Segeberg Blick hinter die Kulissen der Containerstadt
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20:45 12.10.2016
„Praktikant“ Franz Thönnes (rechts) baute mit Mohsen Sabzikar Lounge-Sessel aus Europaletten. Quelle: P. Dreu

 „Das ist der fünfte Stadtteil von Bad Segeberg“, so der Bundestagsabgeordnete, der zu Beginn eine Einweisung in die Organisationsstruktur benötigte.

Die nämlich ist nicht so ganz einfach, denn die dort lebenden Asylbewerber sind bei der Stadt Hamburg registriert. Auch das Hausrecht wird von der Hansestadt ausgeübt, die wegen eines mit Schleswig-Holstein geschlossenen Vertrages bis zu 600 Asylbewerber auf dem Gelände unterbringen kann. Ein Kontakt der Medien zu den Asylbewerbern, die zur Hälfte aus Tschetschenien, zur anderen Hälfte aus Afghanistan, Iran und Irak stammen, ist für die Hamburger Innenbehörde aber absolut tabu.

Betreut werden die Asylbewerber von gleich zwei Organisationen, dem Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern. „Das sind Mitarbeiter aus unterschiedlichen Verbandsstrukturen. Zusammen machen sie einen guten Job, weil bei ihnen die Menschen im Vordergrund stehen“, so Thönnes. Ihn beeindruckte vor allem, dass die Betreuer teilweise selbst mehrere Sprachen sprechen und großes Einfühlungsvermögen an den Tag legen würden. Teilweise haben sie selbst eine Flucht hinter sich gebracht und wissen um die Ängste und Sorgen der Asylbewerber.

Gemeinsam mit Niklas Vietze (25), einem Jura-Studenten aus Göttingen, arbeitete Thönnes als Praktikant zunächst in der Kleiderkammer. Zum Schluss baute er zusammen mit den Asylbewerbern angesagte Loungemöbel aus Europaletten. „Das hier erleben zu können, war für mich sehr hilfreich“, so der Bundestagsabgeordnete.

Die Landesunterkunft sucht dringend russische Sprachmittler. Wer russisch spricht und sich engagieren möchte, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 04551/90816281 zu melden.

pd

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