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Segeberg Blitzlichtgewitter und Partygeflüster
Lokales Segeberg Blitzlichtgewitter und Partygeflüster
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21:26 24.06.2013
Mit einem Feuerwerk endete die Premiere Sonnabend kurz vor Mitternacht. Als Tausende Zuschauer auf dem Heimweg waren, begann am Kalkberg erst die Party. Quelle: Fotos: nam (5)/jhw (11)
Bad Segeberg

Nicht nur der Geist Manitous schwebte in der Premieren-Nacht über dem Kalkberg: „So ein bisschen reitet er heute Abend ja noch mit“, war von einigen Gästen wie Segebergs stellvertretendem Landrat Claus Peter Dieck (CDU) zu hören. Gemeint war Ex-Winnetou Erol Sander, im vergangenen Jahr unfreiwillig vom Kalkberg geschieden. Doch auch hier gilt: Der Häuptling ist tot, es lebe der Häuptling. Schnell konnte „der Neue“ Jan Sosniok (wie berichtet) das Publikum für sich gewinnen, das einen äußerst vergnüglichen Saisonstart erlebte.

„It‘s very britsh here“, unkte Lord Castlepool (Frank Schröder) auf der Freilichtbühne, als pünktlich zur Premiere von „Winnetou I — Blutsbrüder“ der Dauerregen einsetzte. Und reichlich Blitzlichtgewitter im Block der Ehrengäste gab‘s auch. TV-Moderatorin Annemarie Warnkross, Freundin von Wayne Carpendale, suchte zunächst Zuflucht unter einem Pappschild, doch es half nichts — bald hatten sich alle unter einem Regencape versteckt. Dabei hatte Regisseur Norbert Schultze jr. im Vorfeld noch auf Carpendale als Wetterglücksbringer gehofft. Lediglich drei Regenvorstellungen soll es gegeben haben, als er vor zehn Jahren erstmals am Kalkberg spielte.

Nach der Vorstellung, die furios mit Feuerwerk, Blumen und Konfetti endete, zog es etwa 800 Premierenpartygäste ins Indian Village. Während ein ganzer Pulk von Fotografen vor dem Vip-Zelt auf Ensemble und prominente Gäste wartete, zog es die anderen ans Büfett und die Schwenkgrills. An einem war Michael Gotthardt, der professionell Nacken-, Huft- und Putensteaks aufs Feuer warf, ein gefragter Mann.

Eine der ersten Party-Promis war Barbara Schöne. Gutgelaunt schüttelte die Schauspielerin, sie kam in Begleitung von Kameramann Wolfgang Ehlert und Frau Christa, das Wasser von ihrem Regencape.

Lange konnte sie nicht bleiben, noch in der Nacht ging‘s zurück nach Berlin. Einer, dem der Dauerregen nichts anhaben konnte, war Timothy Peach. Um seinen dichten Wettermantel, den der sympathische Mime während seiner vergangenen Saison am Kalkberg in Bad Segeberg gekauft hatte, wurde er von vielen beneidet. Peach war voll des Lobes fürs neue Team und freute sich über Joshy Peters als Santer, den er im vergangenen Jahr noch selber gespielt hatte. „Joshy hat das toll gemacht, aber ich bin total neidisch auf alle, die dieses Jahr dabei sein dürfen.“ Trost und eine stürmische Umarmung gab‘s vom Schauspielkollegen Mathias Engel, der den Sam Hawkens gibt.

Während Publikumsliebling Joshy Peters die Party abseits des Promiauflaufs mit der Familie genoss, freuten sich Angela und Fritz Wepper über ein Wiedersehen mit Tochter Sophie. Für Mutter Angela war es „ganz erstaunlich, in welch kurzer Zeit“ ihre Tochter sich wieder mit dem Reiten vertraut gemacht hat, auch wenn zu Hause in München fleißig geübt worden war. Nach Bad Segeberg will die Mama öfter kommen „mit dem Zug bis Hamburg und dann hierher, ist ja gar kein Problem“. Am Tisch der Weppers saßen auch Enno Baron von Ruffin und Freundin Estelle Rytterborg. Die Weppers nutzen den Trip in den Norden zudem für einen Besuch auf Gut Basthorst. Bei der Party gab‘s zuvor ein herzliches Wiedersehen mit Dunja Rajter, die 2012 ebenfalls am Kalkberg spielte, und von ihrem Mann Michael Eichler begleitet wurde.

Tagesschausprecherin Judith Rakers kam mit Jeans („die trage ich schon 15 Jahre“) und Lederjacke. Sie freute sich über ihren neuen Westernhut: „Super gegen den Regen. Den gab‘s mit Cape für nur acht Euro.“ Auch Howard Carpendale und seine Lebensgefährtin Donnice Pierce genossen die Party, die erst im Morgengrauen endete. War „Howi“ stolz auf seinen Sohn? „Worte wie stolz benutzen wir nicht, aber ich freue mich wahnsinnig über seinen Erfolg.“ Es mache ihn „sehr glücklich zu sehen“, wie sehr das Publikum seinen Sohn feiert.

Große Investitionen
4,1 Millionen Euro kostet die aktuelle Produktion am Kalkberg. Der „Breakeven“, der Punkt, an dem „Winnetou I“ schwarze Zahlen schreibt, liegt bei 200 000 verkauften Karten. 200 000 Euro wurden in das neue Bühnenbild investiert mit 20 Meter langer Hängebrücke, Apachen-Pueblo und dem fahrenden Schloss des Lord Castlepool.
Winnetou I — Blutsbrüder
Als Landvermesser hilft „Charly“, der bald nur noch Old Shatterhand heißt, beim Eisenbahnbau durch den Wilden Westen. Doch mit Oberboss Santer gibt es schnell Ärger. Er will die Strecke durch das Land der Indianer bauen. Auch Winnetou ist sauer. Als dann der weiße Lehrer Klekih-petra umgebracht wird, soll es keine Gnade mehr für die „Bleichgesichter“ geben. . .

Martina Janke-Hansen und Nadine Materne

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