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Segeberg Blues und Rock: Clapton, „der bunte Planet“
Lokales Segeberg Blues und Rock: Clapton, „der bunte Planet“
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22:03 17.10.2017
„Journeyman“, das sind die Vollblutmusiker Benjamin Bökesch am Bass, Leadsänger Norbert Anneken . . .

Eine Coverband zu sein, ist nicht das Schlechteste, wie sich schon mehrfach bei Konzerten in Wahlstedt gezeigt hat. Man denke nur an den furiosen Auftritt der Irischen Band „The Joshua Tree“ aus Dublin, die zu Jahresbeginn U2-Fans zu Begeisterungsstürmen hinriss. Es braucht allerdings gute, kreative Musiker und einen eigenen Stil, der den Stücken eine persönliche Handschrift gibt. Sonst wird das nichts, wie einst an gleicher Stelle eine Abba-Nachsing-Truppe bewies. Dieser Tage nun gab es eine musikalische Begegnung mit Eric Clapton, dem großen Bluesrock-Gitarristen und Sänger. Mit „My Father's Eyes“, „Layla“, „Wonderful Tonight“, „Tears in Heaven“, „Change The World“, „After Midnight“ und all den anderen wundervollen Stücken aus fast einem halben Jahrhundert Musikgeschichte.

Es ist fast 30 Jahre her, dass Eric Clapton mit dem Album „Journeyman“ sein Comeback startete. Ein guter Band-Name dachten sich fünf Oldenburger, um sich mit einem Programm vor dem Altmeister des Bluesrock zu verneigen. Sie gaben jetzt ein gelungenes Konzert im Kleinen Theater.

Clapton, „der bunte Planet“, wie Leadsänger Norbert Anneken ihn umschreibt, inspiriert offenbar. Benjamin Bökesch am Bass, dem großartigen Gitarristen Clemens Bert – wie Clapton bevorzugt er Fender-Stratocaster, Sebastian Vogt (Drums) und Keyboarder Arnold Bölle war die Spielfreude anzumerken. Die Vollblutmusiker von „Journeyman“, die auch in anderen Produktionen unterwegs sind, begegnen Eric „Slowhand“ Clapton auf Augehöhe.

Zugegeben, es wurde kein Konzert, dass das Publikum beim ersten Ton aus den Sesseln fegte. Die Fans sind mit den Songs gereift, könnte man sagen. Und so startete der Abend eher als chillige Zuhörveranstaltung mit Entwicklungspotential. Mal ein bisschen Kopfwippen bei geschlossenen Augen hier, eine Hand, die im Takt schwingt, dort – und am Ende hielt es die gut 300 Konzertbesucher dann doch nicht mehr im Polster.

Mit „Homo Faber“ nach Max Frisch, steht am 1. November Schauspiel auf dem Programm des Kleinen Theaters. Ein paar Restkarten sind noch zu haben.  hil

LN

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