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Blunk: Vertrag mit der Kita unter Dach und Fach

Blunk Blunk: Vertrag mit der Kita unter Dach und Fach

Eineinhalb Jahre hatten Gemeinde und die Leiterin der privaten Einrichtung um die Modalitäten gerungen — Dorf hat bisher keine Stellplätze für Flüchtlingsunterkünfte.

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„Das war ein dicker Brocken, der sehr viel Zeit gekostet hat.“ Wiebke Bock, Bürgermeisterin

Blunk. Der Vertrag mit der privaten Kindertagesstätte „Tinas Kinderarche“: Zeitweise schien es, als würden sich Kindergartenchefin Kristina Greve und die Blunker Gemeindevertretung niemals mehr einigen können. Jetzt endlich, nach mehr als eineinhalbjähriger Verhandlungszeit, akzeptierten auch die Blunker Gemeindevertreter den letzten Vertragsentwurf.

Anders als bei anderen Kindergärten, bei denen sich die Kommunen mit einem Defizitausgleich an den Kosten beteiligen, war zwischen der Gemeinde Blunk und „Tinas Kinderarche“ ein fest vereinbarter Stundensatz Vertragsgrundlage. Alle lebten zufrieden damit, bis der Bund mehr Fördermittel ausschüttete, um die Gemeinden zu entlasten. Darüber freute sich natürlich auch die Gemeinde Blunk, die erwartungsfroh die Fördermittel für Krippenplätze beim Kreis Segeberg beantragt hatte, dort aber leer ausging. Der Grund: Der Kreis zahlt direkt an die Kindergärten, also auch an „Tinas Kinderache“.

Die Gemeinde kündigte den Vertrag und verlangte Einsicht in die betriebswirtschaftlichen Zahlen des Kindergartens. Kristina Greve jedoch wollte sich als Leiterin eines privaten Kindergartens nicht in die Karten gucken lassen. Ein zähes Ringen begann, das am Donnerstag endlich beendet werden konnte, nachdem die Gemeinde mit den Verfügungs- und Öffnungszeiten auch die letzten beiden strittigen Punkte akzeptiert hat. „Das war ein dicker Brocken“, sagte Bürgermeisterin Wiebke Bock nach der Abstimmung. Die Gemeindevertreter entschieden sich mit vier Ja- gegen zwei Nein-Stimmen bei einer Enthaltung für den Vertragsabschluss. Bereits geleistete Überzahlungen sollen rückwirkend durch das Rechnungsprüfungsamt ermittelt werden.

Thomas Dziuk, stellvertretender Leiter des Amtes Trave-Land, schilderte Gemeindevertretern und vielen Einwohnern in der Gaststätte „Zum Alten Bahnhof“die prekäre Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen. „Freie Wohnungen sind alle schon abgegriffen. Wir brauchen dringend Stellflächen“, sagte Thomas Dziuk. Er befürchtet, wenn das Amt erst einmal auf Turnhallen oder Gemeinschaftshäuser zurückgreifen müsste, werde die Akzeptanz in der Bevölkerung sehr schnell schwinden. Konstruktive Vorschläge für mögliche Standorte, auf denen Holzhäuser entstehen könnten, gab es allerdings keine.

Die in die Jahre gekommenen Pumpen der Abwasserpumpstation in der Bahnhofstraße sind in der vergangenen Zeit schon mehrmals ausgefallen. Die Folgen waren Spülungen, die die Gemeinde bezahlen musste.

In der letzten Sitzung hatten die Gemeindevertreter noch beschlossen, es noch einmal mit den alten Pumpen versuchen zu wollen. Am gleichen Tag fielen sie jedoch erneut aus, woraufhin sich die Kommunalpolitiker rasch für eine Neuanschaffung aussprachen. Die Pumpen sind inzwischen eingebaut.

Weitere Beschlüsse in Blunk: Baumpflegemaßnahmen in der Linden- und in der Segeberger Straße für 17 000 Euro; Sanierung der Mischwasserleitung in der Dorfstraße für 4500 Euro; eine Beteiligung Blunks an der Ihlwaldkapelle soll es nur bei einem Neubau geben.

Petra Dreu

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