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Segeberg Blutspende-Mobil beendet Sommertour durch den Norden
Lokales Segeberg Blutspende-Mobil beendet Sommertour durch den Norden
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20:34 09.08.2017
Melina Jandt (r.) und Kraft-Auszubildende Jasmin Respondeck lassen sich von DRK-Mitarbeiterin Kirsten Beck Blut abzapfen. Quelle: Fotos: Vogt

Meistens stehen Menschen Schlange, wenn es etwas umsonst gibt. Gestern jedoch standen sie an, um etwas herzugeben: Auf seiner Sommertour hat das Blutspende-Mobil des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) – als seine letzte von insgesamt 18 Station – bei Möbel Kraft in Bad Segeberg Halt gemacht.

Letzter Halt: Möbel Kraft – Zum Abschluss gab es einen Spendenrekord.

Eigentlich hätte die Aktion bereits um 11.30 Uhr vor dem Haupteingang beginnen sollen. Doch wegen der Sperrung der A 21 gestern zwischen Leezen und Schwissel stand auch der 400-PS-Bus des DRK eine Stunde lange im Stau. Dennoch warten viele Spendenwillige geduldig auf die Ankunft. Eine von ihnen war Melina Jandt aus Bad Segeberg. Erst im Juli war die Schülerin 18 Jahre alt geworden. „Und das erste, was ich in meinem 18. Lebensjahr machen wollte, war Blut spenden“, sagte die junge Frau, während sie sich geduldig den halben Liter Lebenssaft abzapfen ließ. Während bei anderen in ihrem Alter die eigene Wohnung oder das erste Auto ganz oben auf der Agenda stehen, habe sie sich entschlossen, „etwas zu tun, das Leben retten kann“. Und mit dem Stopp des Blutspende-Mobils habe sich die Gelegenheit ergeben.

Das DRK ist dankbar für Menschen wie Melina Jandt. Vor fünf Jahren wurde das Blutspende-Mobil erstmals auf Tour durch Schleswig-Holstein und Hamburg geschickt. Insbesondere um den in den Sommermonaten üblichen Engpass an Spenderblut aufzufangen. In diesem Sommer sei die Lage allerdings noch entspannt. „Die Versorgungslage ist noch gut“, sagt DRK-Sprecherin Susanne von Rabenau. Da die große Hitze in diesem Jahr bislang ausgeblieben sei und folglich nicht viele potenzielle Spender unter Kreislaufbeschwerden litten, gebe es noch keine Sommer-Flaute. Dennoch werde jede Blutspenden dringend benötigt. Der Bedarf in Schleswig-Holstein und Hamburg liege bei etwa 550 Einheiten am Tag.

Das Blutspende-Mobil habe sich auch als gutes Mittel erwiesen, um noch mehr Menschen anzusprechen. „Viele entscheiden sich dann spontan zur Spende“, sagt Rabenau. 25 Prozent der Menschen, die ins Blutspende-Mobil kämen, nähmen zum ersten Mal teil. Üblicherweise liege die Quote der Erstspender bei etwa acht Prozent.

Dass sich in diesem wie auch im vergangenen Jahr der Standort bei Möbel Kraft als der ergiebigste herausstellte – es gab 76 Anmeldungen, davon 25 Erstspender –, lag auch an der Unterstützung des Einrichtungshauses und seiner Mitarbeiter. Die Kraft-Azubis kümmerten sich nicht nur um die Anmeldungen und das obligatorische Frühstück nach dem Aderlass, sonderten spendeten auch selbst fleißig mit. Innerhalb des Möbelhaus warb derweil „Tröpfli“, das Blutspende-Maskottchen des DRK, um Aufmerksamkeit für die Aktion. Spender wurden dabei nicht nur mit Kaffee und Brötchen, sondern auch mit einem kleinen Einkaufsgutschein belohnt.

Oliver Vogt

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