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Segeberg Boom: Kita Christiansfelde baut an
Lokales Segeberg Boom: Kita Christiansfelde baut an
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20:24 29.06.2013
Eine gute Nachricht für die Kreisstadt: Die Zahl kleinerer Kinder blieb in den vergangenen drei Jahren nach städtischen Angaben konstant.

Eigentlich ist es ein Grund zum Jubeln, dass Bad Segeberg so einen Kindersegen hat und enorme Anstrengungen unternehmen muss, für alle einen Platz in Kindergarten oder Krippe bereitzuhalten. Trotz Bauwut bei Seniorenwohnungen und Pflegeheimen in der Stadt, trotz anderslautender Vorhersagen: Die Stadt wird nicht uralt. „Wir haben die letzten drei Jahre die gleichbleibende Zahl von 400 Kindern zwischen ein und drei Jahren. Die sinkt nicht, Gott sei Dank“, sagte Dirk Gosch von der Stadtverwaltung. Zudem versorgt Bad Segeberg auch einige Umlandgemeinden mit Kita- und Krippenplätzen. Bei den Krippenplätzen ist die Stadt Musterknabe, übererfüllt die Vorgaben des Kreises und hält für 42 Prozent aller Kinder im Krippenalter Plätze bereit. Ab 1. August haben Eltern einen Rechtsanspruch auf die Betreuung ihrer ein- bis dreijährigen Kinder. Die Stadt ist gerüstet. Eine neue private Krippe macht auf, die Stadt hat selbst zwei neue Kitagruppen gegründet und jetzt wird auch noch am ohnehin schon großen städtischen Kindergarten Christiansfelde angebaut. Hier soll eine weitere Krippe untergebracht werden.

Trotz aller Anstrengungen scheinen dafür aber die Kitaplätze wieder knapp zu werden. Das ergab eine Nachfrage im kirchlichen Kindergarten St. Marien und auch in der städtischen Kita Christiansfelde.

In der letzteren sind für August nur noch Plätze in der Nachmittagsgruppe zu haben, St. Marien hat eine Warteliste, auch die „Kleinen Strolche“ in der Schillerstraße sind ausgebucht.

Bei der Stadtverwaltung ist man jetzt dabei Wartelisten auszuwerten, um doppelte Anmeldungen zu registrieren und so auszutüfteln, wie hoch der tatsächliche Bedarf ist. Noch im Januar hatte Dirk Gosch mitgeteilt, dass in diesem Sommer in Bad Segeberg Betreuungsplätze für über 100 Kinder fehlen könnten. Doch mit den neuen zentralen Vormerkverfahren für Kitaplätze will die Stadt jetzt hier einen realistischen Überblick bekommen. Gosch ist davon überzeugt, dass sich die Lage seit dem Winter entspannt habe und genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen werden. Wie berichtet, hat jetzt Jalilah El Hireche (34) ihre Krippe in der Hamburger Straße 14 eröffnet. Hier können ab sofort Kinder angemeldet werden. Gosch ist sicher: „Das hat sich alles entspannt.“ Es sei viel passiert. Der Hort in den Doppelhäusern der Geschwister-Scholl-Straße wurde in das neue Jugendzentrum Mühle verlegt. Hier ist jetzt Platz für zwei neue Kindergartengruppen, die jetzt eingerichtet werden. Die Krippenkinder, inzwischen sind es an die 50, sind in einem großen Gebäude neben dem Pflegeheim Eichenhof zusammengefasst. Zusätzlich soll jetzt direkt neben dem Haupteingang des großen Rundbaus Kita Christiansfelde ein Segment für weitere 20 Krippenkinder angebaut werden. Ein getrennter Eingang ist geplant, ein Teil des Gartens und auch des Parkplatzes soll dafür überbaut werden. Wie Gosch sagte. werden zurzeit noch erhebliche Fördermittel bereitgestellt. „Wir hoffen, dass das noch genehmigt wird.“

Die starke Nachfrage nach Kinderbetreuung zu erfüllen ist für die Stadt ein Kraftakt. Um mehr Transparenz bei der — manchmal verzweifelten — Kitasuche für die Eltern zu bieten, soll demnächst im Internet angegeben werden, wo noch freie Plätze sind.

„Es kommt permanent etwas rein“, so Gosch. Kitasuchende Eltern würden bei der Stadt nachfragen und an Kindergartenträger verwiesen. Dazu drängen schon wegen der komfortableren Betreuungszeiten immer mehr Eltern aus dem Umland in die Stadt. Im Bereich der Drei- bis Sechsjährigen hat Bad Segeberg über 130 Prozent Bedarfsdeckung. Zudem wird es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu bekommen.

„Das wird spannend, wie sich das in den nächsten Jahren entwickeln wird“, sagte Dirk Gosch.

„Das hat sich bei den Krippenplätzen alles entspannt.“
Dirk Gosch, Stadt

Wolfgang Glombik

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