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Segeberg Bornhöved: Unterschriftenaktion für eine gymnasiale Oberstufe
Lokales Segeberg Bornhöved: Unterschriftenaktion für eine gymnasiale Oberstufe
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22:27 18.10.2013
Unterschriften für eine gymnasiale Oberstufe an der Sventana-Schule Bornhöved: Verbandsvorsteherin Silke Roßmann, Heidemarie Scheel (Ruhwinkel), Elternvertreterin Marion Schneider, Jürgen Kaack (Damsdorf), Elternbeiratsvorsitzender Sven Krause, Beatrix Klüver (Tensfeld). Quelle: nam
Bornhöved

Bekommt Bornhöved eine gymnasiale Oberstufe oder nicht? Der Antrag liegt seit Juni im Bildungsministerium, doch der Sachstand ist ungewiss. „Wir haben nachgefragt, eine Entscheidung soll vor Weihnachten getroffen werden“, sagt Silke Roßmann, Vorsitzende des Schulverbands Sventana. Doch nicht nur in Bornhöved und Umgebung gibt es Begehrlichkeiten auf eine gymnasiale Oberstufe, auch aus Wahlstedt und Bad Segeberg liegen Anträge vor. Nun wollen die Eltern der Schüler „Druck“ in Kiel machen und haben eine großangelegte Unterschriftenaktion gestartet.

„In Bornhöved liegen Unterschriftenlisten in der alten Amtsverwaltung und in allen Geschäften aus“, sagt Elternvertreterin Marion Schneider. Selbst die Schüler seien im Ort unterwegs gewesen.

2000 Listen wurden gedruckt, um in allen zwölf Gemeinden des Schulverbandes verteilt zu werden. In Damsdorf und Tensfeld waren die Bürgermeister und einige Mitstreiter bereits „Klinkenputzen“.

„Damsdorf ist komplett“, sagt Bürgermeister Jürgen Kaack und übergibt 132 Unterschriften an den Vorsitzenden des Schulelternbeirates, Sven Krause. Von Tensfelds Bürgermeisterin Beatrix Klüver erhält er nochmal 120. Krause, Initiator der Aktion, hofft auf 6000 Unterschriften. Vier Wochen lang wird gesammelt.

„Die große Sorge ist, dass eine andere Schule den Zuschlag für die gymnasiale Oberstufe erhält“, sagt Krause. Doch damit würde der ländliche Raum geschwächt, betonen auch die Mitglieder der Schulverbandsversammlung. „Die Eltern geben ihre Kinder an eine Schule mit Oberstufe“, sagt Roßmann. Das sei an der Schülerwanderung deutlich zu sehen. Das heißt, sie gehen nach Bad Segeberg, Plön, Neumünster, teilweise sogar nach Kiel. Wer Glück hat, bekommt einen Platz in Trappenkamp. „Doch die Richard-Hallmann-Schule platzt aus allen Nähten“, sagt Krause. Die weiten Wege zum nächsten Gymnasium seien für die Kinder nicht zumutbar. Er wisse von Schülern, die 5.30 Uhr das Haus verließen und erst um 18 Uhr wieder nach Hause kämen und zwei bis drei Stunden des Tages im Bus gesessen haben. „Das ist kein Einzelfall“, betont der Belauer.

„Der weite Schulweg schreckt ab, dann gehen die Kinder gar nicht erst weiter zur Schule“, warnt auch Tensfelds Bürgermeisterin Beatrix Klüver. „Wir brauchen die Oberstufe hier in Bornhöved.“ Nur so könne in der Region die Quote höherer Abschlüsse gesteigert werden, die in den Kreisen Segeberg und Plön deutlich unter dem Bundesschnitt liegt.

Dabei seien die Bedingungen in Bornhöved ideal, wie Silke Roßmann erklärt: „Unsere Schule ist voll ausgestattet, wir bräuchten 34 Klassenräume und wir haben 41.“ Und die Fachräume für Chemie und Physik müssten sowieso turnusmäßig aufgerüstet werden. „Wir müssten hier also nicht erst drei Millionen Euro in die Infrastruktur stecken wie in Trappenkamp“, so die Verbandsvorsteherin. „Wir könnten im August 2014 mit der Oberstufe beginnen.“ Die Mindestanzahl von 50 Schülern pro Jahrgang würden sie locker erreichen, ist Roßmann überzeugt.

Derzeit besuchen 650 Schüler die Sventana-Grund- und Gemeinschaftsschule. Dem Schulverband gehören zwölf Gemeinden mit 12 000 Einwohner an, im Einzugsbereich leben 45 000 Menschen.

„Wir hoffen auf 6000 Unterschriften.“
Sven Krause, Schulelternbeirat

Nadine Materne

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