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Segeberg Bornhöved: VR Bank zieht in die Räume der Sparkasse
Lokales Segeberg Bornhöved: VR Bank zieht in die Räume der Sparkasse
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10:31 03.08.2017
Die VR Bank-Filiale von Jan-Christopher Ellendt (l.) löst die Sparkasse am Alten Markt ab. VR Bank-Vorstände Dirk Dejewski und Rainer Bouss (r.) freuen sich mit Bürgermeister Dietrich Schwarz über die Standortentscheidung. Die Neueröffnung ist am 1. November. Quelle: Fotos: Nam
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Bornhöved

 „Mit Option auf Verlängerung. Wir wollen den Menschen deutlich sagen, dass wir hier bleiben.“ Die Neueröffnung ist für den 1. November angekündigt.

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Seit Längerem suchte die Volks- und Raiffeisenbank Neumünster einen neuen Standort im Ort – Mietvertrag für zehn Jahre unterschrieben.

„Es ist auch ein deutliches Bekenntnis für den Ort. Wir sehen das Potenzial in Bornhöved.Dirk Dejewski

Vorstand VR Bank

Bereits jetzt profitiert die VR Bank offenbar vom bevorstehenden Rückzug der Sparkasse aus Bornhöved. Die will, wie berichtet, im Nachbarort Trappenkamp eine neue Filiale aufbauen. Noch ist der Sparkassen-Betrieb in Bornhöved gar nicht eingestellt, da kann sich nach Darstellung der VR-Bank Bornhöveds Filialchef Jan-Christopher Ellendt bereits über gut 100 neue Kunden freuen. Etwa 2000 habe die Filiale im Ort. „Bei 1600 Haushalten“, betonte Bürgermeister Dietrich Schwarz. Ihm sei wichtig, dass ein Ort wie Bornhöved eine Bank hat, die für die Bürger fußläufig erreichbar sei. Damit die Menschen nicht auf einen „roten Laster“ warten müssen – eine Anspielung auf den von der Sparkasse angekündigten „Zasterlaster“, der die Bornhöveder nach der Filialschließung im Herbst nach Fahrplan mit Barem versorgen soll. Mit dem neuen Baugebiet und der Überplanung des Dorfzentrums werde in der nächsten Zeit „eine Menge Geld gedreht“, sagte Schwarz. Dass die Volksbank nun ausgerechnet in das Sparkassengebäude zieht, ist kein Seitenhieb auf den Mitbewerber. Schon länger ist die VR Bank in Bornhöved auf der Suche nach einem neuen Standort.

Die Filiale in der alten Ladenzeile am Kuhberg 1 sei nicht mehr zeitgemäß. Gerade für den gestiegenen Beratungsbedarf gebe es kaum Platz, schilderte Filialleiter Ellendt. Zudem gehört das Gebäude inzwischen der Gemeinde. „Die Mieter haben alle Zeitverträge, wir haben auf der Fläche andere Projekte vor“, sagte Bürgermeister Schwarz. Letztlich soll das Gebäude abgerissen werden.

Deshalb hatte sich die VR Bank bereits eine Teilfläche auf dem Gelände gesichert, um dort neu bauen zu können. Aber wozu neu bauen, wenn ein als Bank gebautes Gebäude in Bornhöved leer wird, fragte Dejewski rhetorisch. An der neuen Adresse wird die VR Bank im Erdgeschoss demnächst fast 350 Quadratmeter zur Verfügung haben. „Bummelig 100 mehr als bisher“, sagte Dejewski. Bei einer entsprechenden Entwicklung sei es also auch möglich, mehr Personal am Standort unterzubringen. Vier Mitarbeiter sind derzeit in Bornhöved beschäftigt. Ein weiteres Plus des neuen Bankgebäudes: Im Keller befindet sich eine Schließfachanlage, die man den Kunden künftig zur Verfügung stellen könne.

Die Neueröffnung der VR Bank-Filiale ist für den 1. November angekündigt. Man wolle bis dahin aber nicht nur „Rot gegen Blau tauschen“, sagte Dejewski. Im Oktober sind einige Umbauarbeiten vorgesehen, um unter anderem den Schalterbereich neu zu gliedern.

Ob der Ausbau der VR Bank-Filiale in Bornhöved Auswirkungen auf die umliegenden Standorte hat, konnten die Vorstandsmitglieder Dejewski und Rainer Bouss gestern nicht sagen – unter anderem in Trappenkamp führt die Bank eine kleinere Zweigstelle. Die Standorte würden jährlich neu bewertet, erklärte Dejewski vage. Das sei aber wertfrei gemeint, betonte er. Ebenso würden jährlich zwei Filialen erneuert – wie jetzt in Bornhöved. Prinzipiell verfolge die VR Bank den Ansatz, dass die Präsenz und Vernetzung im Ort wichtig seien.

Allerdings hat auch die VR Bank in der Vergangenheit ländliche Filialen geschlossen – etwa in Rickling. In Trappenkamp sieht Dejewski derzeit eine stetige Entwicklung. Dejewski: „Was aber in fünf Jahren ist, kann ich nicht sagen.“

 Nadine Materne

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