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Brandbrief an Bürgermeister: Taxifahrer sauer auf die Stadt

Bad Segeberg Brandbrief an Bürgermeister: Taxifahrer sauer auf die Stadt

Versprochene Taxistände am Bad Segeberger Bahnhof wurden vergessen. Fahrer fordern für sich Nutzung der Bus-Ampel am Zob und nachts freie Durchfahrt in der Fußgängerzone.

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Gestern 15 Uhr am Zob: Jede Menge Taxen, aber nur vier Standplätze. Fahrer Wolfgang Juhls ist empört über das „taxifeindliche Bad Segeberg“.

Bad Segeberg. Das Fass zum Überlaufen brachten die nicht vorhandenen Taxi-Standplätze am neuen Bad Segeberger Bahnhof. Sie wurden einfach vergessen. „Bad Segeberg ist taxifeindlich“, fasst Wolfgang Juhls die Stimmung unter den Kollegen zusammen. Er selbst sitzt in der Stadtvertretung und meldet sich vehement zu Wort, wenn es um die Belange des Droschkenwesens geht. Für Taxistände am Bahnsteig hatte er schon im Vorfeld gefochten. Die waren daraufhin auch beschlossen worden. Nun ist nicht einer davon markiert.

Auch Taxiunternehmer Markus Seiffert („Das ist ärgerlich für uns alle“) hat die Faxen dicke. Wenn die Bahnkunden ihr schweres Gepäck erst zum Taxenstand am Zob wuchten müssen, sei das sicher nicht im Sinne der angestrebten barrierefreien Stadt. Oft kämen Herzkranke mit der Bahn, die ein Taxi zur Klinik benötigten. In einem Brief an Bürgermeister Dieter Schönfeld, der den LN vorliegt, prangert er die Missstände an und schlägt Auswege vor. „In den letzten Jahren hat sich die Voraussetzung zur Ausübung unserer Tätigkeit in Bad Segeberg verschlechtert.“

Beim Thema Taxistände am Bahnhof ist Ute Heldt vom städtischen Bauamt schon tätig geworden. „Ich habe mit den Eigentümern des Grundstücks sofort Kontakt aufgenommen. Laut Erschließungsplan müssen dort drei Taxistände markiert werden.“ Das habe der Eigentümer vergessen, aber schnelle Abhilfe versprochen. Die Taxistände sollen direkt neben die Kiss-and-Ride-Parkplätze.

Doch die Taxifahrer wurmt noch viel mehr. „Wir haben in Bad Segeberg bald 40 Taxen, aber kaum Standplätze. Am Zob gibt es vier Plätze, am Marktplatz drei. Viel zu wenig“, schimpft Juhls. Während in Lübeck Busspuren von Taxen genutzt werden können, sind diese in Bad Segeberg versperrt. Chauffeure müssen deshalb ihren Kunden „Riesenumwege“ zumuten, auch weil sie die Bus-Ampel am Zob in Richtung Kalkberg/Lübeck/Burgfeldstraße nicht nutzen dürfen. „Leidtragende sind Bürger und Gäste unserer Stadt“, schreibt Seiffert an den Bürgermeister. Warum dürfen den Verbindungsweg zwischen Markt und Zob zwar Busse nutzen, aber nicht Taxen? Gleichzeitig habe die Stadt versenkbare „Poller“ eingebaut, um die Durchfahrt in die Fußgängerzone zu verhindern. Zumindest in den verkehrsschwachen Randzeiten zwischen 23 bis sechs Uhr morgens sollten Taxen hier freie Durchfahrt gestattet bekommen, schlägt Seiffert vor. Und tagsüber sollte es eine Ausnahmegenehmigung geben, um Behinderte zu Ärzten zu bringen. Seiffert riskiert Bußgelder, wenn er stark Gehbehinderte durch die Fußgängerzone fährt.

Vor der Diskothek „De Deel“ ab null bis sechs Uhr morgens würde Seiffert einen „temporären Taxistand“ einrichten. Ziel sei es, einen geordneten Verkehrsfluss zu erreichen und die Fahrtkosten für die Kunden zu senken. Zumal durch die Anwesenheit von Taxen am Markt Schlägereien und Vandalismus verhindert werden. Ganz wichtig ist Seiffert auch die Einrichtung von Taxiständen vor den Segeberger Kliniken am Kurpark und am Hamdorfer Weg. „In jeder anderen Stadt gibt es in der Nähe von Krankenhäusern Taxen — nur hier nicht.“

Wolfgang Glombik

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